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Dieser seltsame Ferrari soll Vettel stoppen

Dieser seltsame Ferrari soll Vettel stoppen

Maranello - Ferrari hat am Freitag sein neues Auto für die Formel-1-Saison vorgestellt. Doch bei vielen Fans und Experten sorgt das Gefährt für Verwunderung. Denn: Es sieht ziemlich seltsam aus.

Ferrari stellt seltsam aussehendes neues Formel-1-Auto F2012 vor

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Eine „hässliche rote Göttin“ mit krummer Nase soll Sebastian Vettel vom Formel-1-Thron stoßen: Vom Schnee ins Internet vertrieben hat Ferrari seinen neuen F2012 vorgestellt und dem deutschen Weltmeister den Kampf angesagt. „Wir haben eine Revolution gestartet und das Auto praktisch in allen Bereichen verbessert“, sagte Luca di Montezemolo, der den Boliden mit dem markanten Nasenhöcker schmunzelnd als „hässlich“ bezeichnete.

Der Ferrari-Präsident war nur per Videobotschaft zugeschaltet, wegen der starken Schneefälle hatte er nicht in den Firmensitz nach Maranello anreisen können. Die Witterungsbedingungen machten auch die eigentlich traditionellen Demonstrations-Runden mit dem neuen Auto unmöglich.

Die Formel 1 2012: Alle Fahrer und ihre Autos

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Dieses sei mit seiner krummen Nase „nicht so hübsch“, gestand Teamchef Stefano Domenicali ein. Deshalb stelle das Auto einen „Stilbruch mit der Vergangenheit“ dar. Dies sei den technischen Vorgaben geschuldet, aber „wir hoffen, das Auto ist schnell. Das ist es doch, was zählt.“

Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso, der um 10.05 Uhr behutsam ein rotes Tuch vom neuen Boliden hob, zeigte sich jedenfalls zufrieden. „Das Auto sieht ganz anders aus als in meinen ersten beiden Jahren bei Ferrari“, sagte er: „Aber ich bin begeistert.“ Teamkollege Felipe Massa ergänzte: „Der Wagen sieht richtig aggressiv aus, so wie ich es mir erträumt hatte.“

Der Spanier Alonso, der im Vorjahr mit einem weit unterlegenen Auto starke Leistungen gezeigt hatte und zumindest Vierter im WM-Klassement gworden war, will 2012 wieder voll angreifen. „Ich möchte das rote Auto im nächsten Jahr immer gewinnen sehen. Oder wenigstens in jedem Rennen auf dem Podium“, sagte er voller Kampfgeist: „Ich bin sehr, sehr sicher, dass wir mit diesem Auto in der Lage sind, hohe Ziele zu erreichen. Und unsere Ziele sind die Titel in der Fahrer- und der Teamwertung.“ Als letzter Pilot holte 2007 Kimi Räikkönen den Titel nach Maranello, die Mannschaftswertung hat Ferrari seit 2008 nicht mehr gewonnen.

Medienberichten zufolge war das Auto Anfang des Jahres durch den ersten Crashtest gefallen. Di Montezemolo versicherte aber, dass die gesamte Crew im Winter „sehr hart gearbeitet und den richtigen Geist“ habe. Außerdem kündigte Ferrari bis zum Saisonstart am 18. März in Australien noch einige Änderungen an. Die Tests beginnen nächste Woche in Jerez.

Domenicali rechnete es Alonso hoch an, dass er im Vorjahr, „in der schwierigsten Phase überhaupt“, seinen Vertrag bis 2016 verlängert hat: „Das war ein tolles Zeichen. Und über seine fahrerischen Fähigkeiten muss ich nicht mehr viel sagen.“

Schwer unter Druck steht der frühere Vize-Weltmeister Massa in der letzten Saison seines aktuellen Vertrages. „Er weiß, dass er nach einem wenig positiven Jahr vieles besser machen muss“, sagte di Montezemolo: „Aber ich denke, wir haben ihm nun das Auto gegeben, in dem er sein wahres Potenzial zeigen kann.“ Massa war im Vorjahr WM-Sechster geworden, holte mit 118 Punkten aber weniger als die Hälfte der Zähler von Alonso (257). Massa ist sich der Erwartungen an ihn bewusst: „Es ist für mich und für das gesamte Team ein ganz wichtiges Jahr“, erklärte er.

sid

Ferrari: Mythos auf vier Rädern

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