Melbourne - Michael Schumacher, Rekordweltmeister der Formel 1, will in dieser Saison vorne angreifen. Nach seinem misslungenen Comeback ist der Mercedes-Pilot für dieses Jahr optimistisch.

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Michael Schumacher (l.), hier mit Mercedes-Chef Norbert Haug, geht optimistisch in die neue Saison.
Selbstbewusst, fokussiert, angriffslustig: Für Michael Schumacher soll nach einem Frustjahr endlich wieder die Zeit der Siege zurückkehren. Vor dem Formel-1-Saisonstart in Australien am Sonntag wirkt der Rekordweltmeister optimistisch wie lange nicht mehr. “Ein Podium wäre schön, aber das würde nichts ändern. Es geht nur ums Gewinnen“, sagte der Mercedes-Star am Donnerstag in Melbourne. Das Ziel seiner Rückkehr bleibe Titel Nummer acht. “Dafür bin ich hier“, betonte Schumacher.
WM-Platz neun im Vorjahr, klar geschlagen von Teamkollege Nico Rosberg - seine Comeback-Saison war ein Jahr zum Vergessen. Doch in den Tagen vor Melbourne lässt Schumacher keinen Zweifel daran, dass sich so etwas nicht wiederholen wird. “Mercedes hat einen riesigen Schritt nach vorn gemacht“, urteilte der 42-Jährige. Der neue Silberpfeil sei “ein Auto am Limit. Das war im letzten Jahr nicht so“, erklärte der siebenmalige Champion.
Auch wenn er seinen Stallrivalen Rosberg - pflichtschuldig - als “sehr guten“ Fahrer lobt und dieser betont, beide seien gleichberechtigt, gibt der Altmeister vorerst wieder den Takt vor. “Nico hat letztes Jahr bewiesen, wie stark er ist. Aber ich bin ziemlich sicher, dass ich da mithalten kann“, sagte Schumacher.
In einer Mitfavoriten-Rolle allerdings sieht sich der Kerpener trotz seiner Bestzeit beim Abschlusstest nicht. “Ich denke, dass wir noch nicht bereit für den Titel sind“, befand Schumacher, um dann jedoch hinzuzufügen: “Wenn sich die Möglichkeit ergibt, werden wir sie natürlich ergreifen.“
Wie einst bei Ferrari ist Schumacher wieder auf einer Mission. Und dafür arbeitet der Routinier noch immer härter als so mancher seiner Konkurrenten. “Ich tue mehr, als notwendig ist. Das war aber schon immer meine Einstellung“, sagte er dem Magazin “Stern". Bis zu 30 Mal lasse er pro Jahr sein Blut untersuchen, um Defizite bei Training und Ernährung früh zu erkennen. “Das ist wie Feintuning am Auto.“ Fit, schnell, hungrig - mit diesem Schumacher ist zu rechnen.
dpa



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