Frankfurt - Es geht weiter abwärts mit dem FSV Frankfurt. Nach einer beängstigenden Leistung im Stadtderby gegen die Eintracht rutschen die Bornheimer auf einen Relegationsplatz ab.

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„Ich brauche nicht die Peitsche herauszuholen. Die Spieler wissen auch so, dass es keine Hurra-Leistung war“, sagt FSV-Trainer Benno Möhlmann.
Das 1:6 (0:2) im Stadtderby bei der Eintracht war mehr als ein herber Rückschlag mit dem Abrutschen auf den Relegationsplatz. Die erste Niederlage unter Trainer Benno Möhlmann glich einer Demontage und stellte die Zweitliga-Tauglichkeit der Bornheimer Fußballer infrage. „Schnell abhaken“, sagte der 57-Jährige nach der desolaten Vorstellung.
„Ich brauche nicht die Peitsche herauszuholen. Die Spieler wissen auch so, dass es keine Hurra-Leistung war. Keiner hat so agiert, wie ich mir das vorgestellt hatte. Vielleicht habe ich der Mannschaft bereits zu viel zugetraut“, mutmaßte Möhlmann. Mut und Zutrauen fehlten seinen Spielern vor allem in der zweiten Spielhälfte, altbekannte Schwächen im Pass- und Aufbauspiel offenbarten sie über 90 Minuten.
„Hoffentlich hat das keinen großen Knacks gegeben“, meinte Stöver und flüchtete sich in Zynismus: „Unsere Bilanz gegen die Eintracht ist verbesserungswürdig.“ 10:1-Tore lautet nach zwei Saisonspielen das ernüchternde Resultat für den FSV. Gemessen an Leistung und aktueller Tabellensituation wird es das letzte Stadtderby auf unabsehbar lange Zeit gewesen sein.
Selbstkritische Einigkeit über die Vorstellung herrschte auch bei den FSV-Spielern. „Das Ergebnis spricht für sich. Es war eine beschämende Leistung von uns“, sagte Verteidiger Björn Schlicke. „Wir sind noch nicht tot. Es sind noch Mannschaften hinter uns. Über den Abstieg brauchen wir noch nicht zu reden, denn wir werden kämpfen“, ergänzte Kapitän Samil Cinaz.
Den Beweis kann der FSV im Heimspiel am nächsten Samstag gegen den Abstiegskonkurrenten Karlsruher SC antreten. Gegen den Gegner auf Augenhöhe soll endlich der erste Heimsieg der Saison her. „Der Druck ist groß. Wir müssen uns wehren, wenn wir diesem Fahrwasser entkommen wollen. Wir müssen aufpassen, dass die Entwicklung keine Eigendynamik bekommt, die wir nicht mehr aufhalten können“, warnte Stöver.
dpa



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