Vorstellung nächste Woche

Veh kehrt wohl als Trainer nach Frankfurt zurück

Armin Veh
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Zurück zur Eintracht? Armin Veh soll nach einem Jahr wieder als Trainer in Frankfurt anheuern.

Frankfurt - Zurück in die Zukunft lautet das Motto bei Eintracht Frankfurt. Die Hessen holen wohl Armin Veh als Trainer zurück. Nächste Woche soll der Deal fixiert werden.

Armin Veh kehrt nach Informationen von „Bild“ nach nur einem Jahr als Trainer zu Eintracht Frankfurt zurück. Der 54-jährige Vorgänger von Thomas Schaaf soll demnach auch dessen Nachfolger werden. „Es ist keine Entscheidung gefallen“, sagte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Club habe in den vergangenen Tagen mit „fünf oder sechs Trainern gesprochen“, sagte der 66-Jährige auf die Frage, ob der hessische Fußball-Bundesligist zuletzt mit Veh verhandelt habe.

Veh war auch als künftiger Vorstandschef bei der Eintracht im Gespräch, nachdem Bruchhagen im kommenden Jahr aufhört. Der 54-Jährige mit Wohnsitz Augsburg hatte die Eintracht bereits von 2011 bis 2014 trainiert, war mit dem damaligen Zweitligisten 2012 aufgestiegen und hatte ihn ein Jahr später sogar in die Europa League geführt. Im vergangenen Jahr hatte Veh zum Bedauern des Vereins und der Fans sein Amt abgegeben - unter anderem weil er „nicht mehr so oft verlieren“ wollte.

Nur zwölf Spiele beim VfB

Seine anschließende Rückkehr zum VfB Stuttgart, den er 2007 zum deutschen Meister gemacht hatte, geriet zu einer Farce: Veh trat trotz eines Zwei-Jahres-Vertrags am zwölften Spieltag zurück und die Schwaben kämpften bis zum Saisonende gegen den Abstieg.

Bei der Eintracht genießt Veh aber weiterhin große Sympathien. Als heißeste Kandidaten bei der Trainersuche von Bruchhagen und Sportdirektor Bruno Hübner galten zuletzt aber Sascha Lewandowski (Nachwuchs-Chef bei Bayer Leverkusen), André Breitenreiter vom Bundesliga-Absteiger SC Paderborn und Tayfun Korkut, der bei Hannover 96 während der abgelaufenen Saison beurlaubt worden war.

Aufsichtsratswahl sorgt für Verzögerung

Am 26. Mai hatte Schaaf bei der Eintracht aufgegeben, die Wahl des Aufsichtsrates hat die Entscheidung über den neuen Chefcoach weiter verzögert. Für den 1. Juli ist jedenfalls der Trainingsauftakt geplant. „Zeitnah“, so soll der neue Chefcoach präsentiert werden. Dies ist nun nach „Bild“-Angaben für Anfang nächste Woche vorgesehen.

Schaaf hatte Frankfurt verlassen, weil er seine Arbeit in Frankfurt nicht ausreichend gewürdigt sah. Der langjährige Bremer Coach erklärte kurz nach Saisonende verbittert seinen Rücktritt: „Die in der Öffentlichkeit getätigten Aussagen und die Darstellung meiner Person und meiner Arbeit, die sich in unglaublichen und nicht nachvollziehbaren Anschuldigungen und Unterstellungen in den Medien äußern, kann und will ich nicht akzeptieren.“

Veh soll wieder Euphorie entfachen

Vor allem Finanzvorstand Axel Hellmann und Teile des Aufsichtsrats hatten den erfahrenen Coach kritisch gesehen. Als Tabellenneunter mit 43 Punkten stand unter Schaaf zwar eine saubere sportliche Bilanz, in der Mannschaft war der 54-Jährige jedoch nicht unumstritten.

Die Führungskrise bei der Eintracht war jedenfalls zum Saisonende hin immer offensichtlicher geworden. Jetzt soll auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing die „Launische Diva“ vom Main wieder in ruhigere Fahrwasser führen. Der 65-jährige forderte bei seiner Wahl am Montag: „Wir brauchen einen besseren Tabellenplatz.“ Der Wertepapierhändler erinnerte an die großen Momente auf europäischer Bühne in der Saison 2013/14. „Noch mal Porto, das würde ich gern erleben.“ Auch Steubing wird eine große Nähe zu Veh nachgesagt: Der charismatische Trainer würde nach dem spröden Ex-Bremer Schaaf mit Sicherheit für neue Euphorie bei den Eintracht-Fans sorgen.

dpa

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