Björn Schlicke war Kapitän des FSV, bevor er im Spätherbst nach Differenzen mit Ex-Trainer Hans-Jürgen Boysen sein Amt niederlegte. Der 30-jährige Abwehrchef ist beim Training im Gegensatz zu seinem Nachfolger nicht zu überhören.
Schlicke gibt Kommandos, so oft und intensiv wie kein anderer. „Der Trainer will, dass drei, vier Mann Verantwortung übernehmen“, sagt Schlicke und lässt keinen Zweifel, dass er sich dieser Gruppe zugehörig fühlt. Aber hat er auch Ambitionen, wieder Spielführer zu werden? „Wer die Binde trägt, ist für den Trainer nicht entscheidend und für mich auch nicht“, sagt der gebürtige Erlangener. Würde der Trainer ihn fragen, würde er es wohl wieder machen.
Der neue Trainer Benno Möhlmann habe schnell erkannt, was besser gemacht werden müsse, betont der Abwehrchef. „Wir wollen kompakt stehen, aber trotzdem so schnell wie möglich nach vorne spielen“, benennt Schlicke die neben der Systemumstellung auf 4-4-2 wichtigste Änderung. Weiter ins Detail geht er nicht, ganz bemüht, kein böses Wort über den Vorgänger zu verlieren. Im Gegenteil, längst habe er sich mit Boysen ausgesprochen, „da ist nichts hängen geblieben, wir respektieren uns.“ Aber unter Möhlmann habe der FSV jetzt eben eine neue Chance. „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen, drei Mannschaften hinter uns zu lassen“, sagt der Innenverteidiger. Im Zweifel müsse man aber auch mit dem drittletzten Platz zufrieden sein. „Relegation ist besser als Abstieg“, sagt er ganz pragmatisch.
Testspiel gegen RCD Mallorca mit 0:1 verloren
Gegen die mit einigen Profis verstärkte zweite Mannschaft des RCD Mallorca unterlagen die Frankfurter gestern im Testspiel mit 0:1 (0:1). Die beste Gelegenheit für den FSV vergab Karim Benyamina (31. Minute), der einen Strafstoß nach Foul an ihm selbst neben das Tor schoss. Beim einzigen Treffer sah die FSV-Abwehr schlecht aus, als Salva (42.) nach einem Eckball freistehend einköpfte. Möhlmann setzte 20 Spieler ein, darunter die Gastspieler Dennis Cagara und Lovre Vulin sowie den neu verpflichteten Angreifer Ilian Micanski, der 15 Minuten vor Ende die beste Chance zum 1:1 vergab.














