Eintracht in 2. Pokalrunde

Schaaf: "Gehen konstant unseren Weg"

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Trainer Thomas Schaaf (l-r) von Eintracht Frankfurt und Trainer Thomas Herbst von FC Viktoria 1889 Berlin.

Berlin  - Eintracht Frankfurt ist beim Pflichtspieldebüt von Trainer Thomas Schaaf mit einem glanzlosen Sieg in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen.

Die Hessen gewannen beim Regionalligisten Viktoria Berlin 2:0 (1:0), müssen sich beim Bundesliga-Auftakt am kommenden Samstag gegen den SC Freiburg aber deutlich steigern.

Für die sich über weite Strecken abmühende Eintracht trafen Neuzugang Haris Seferovic (9.) und der eingewechselte Alexander Meier (90.+3) gegen den deutschen Meister von 1908 und 1911. Ein Ausscheiden in der ersten Runde wie zuletzt 2012 bei Erzgebirge Aue blieb den Hessen dadurch erspart.

„Wir haben unsere eigenen guten Möglichkeiten nicht genutzt und uns dadurch ein bisschen selbst bestraft. So wurde es zum Schluss ein bisschen spannend. Ich bin aber froh, dass wir weiter gekommen sind und über die Leistung der Mannschaft - das hat sie gut gemacht. Wir gehen konstant unseren Weg“, sagte Schaaf.

Der Eintracht-Coach verzichtete vor 10.514 Zuschauern im Berliner Jahnsportpark auf Carlos Zambrano (private Gründe), Stefan Aigner (Kniebeschwerden) und den U19-Europameister Marc Stendera. Der angeschlagene Meier (Knieprobleme) stand dagegen zumindest im Kader und wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Dafür setzte der Frankfurter Coach gleich auf fünf Neuzugänge in der Startformation, darunter auch der langjährige Bremer und Dortmunder Bundesligaspieler Nelson Valdez.

Doch es war eine andere Neuverpflichtung, die für den ersten Jubel unter den mehr als 3000 mitgereisten Frankfurter Fans sorgte. Nach einem Fehler der Viktoria-Abwehr umkurvte Stürmer Seferovic Torwart Marcus Rickert und erzielte die Gästeführung.

Wie erwartet kontrollierte der favorisierte Bundesligist in der Folge die Begegnung gegen den Berliner Pokalsieger. Große Tormöglichkeiten erspielten sich die Frankfurter aber nicht, die Gastgeber mischten teilweise munter mit und waren auch im gegnerischen Strafraum gefährlich. Ein Kopfball von Tim Lensinger klärte die Eintracht-Abwehr in letzter Sekunde (17.). Zudem musste Torwart Kevin Trapp bei mehreren Weitschüssen eingreifen.

Nur selten entwickelten die Gäste Druck aufs Tor des Teams des ehemaligen Bundesligaprofis Thomas Herbst. Valdez (37.) schoss nach einer Flanke volley rechts vorbei. Die beste Chance vor der Pause zum 2:0 vergab Lucas Piazon, der an Rickert aus elf Metern scheiterte (45.).

Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Frankfurter gegen den Außenseiter vor allem in der Offensive große Probleme. Immer wieder blieben die Angriffsbemühungen in der vielbeinigen Viktoria-Abwehr hängen. Vielmehr musste Trapp bei einer Flanke Kopf und Kragen riskieren, um den Ausgleich zu verhindern (54.). Nur zwei Minuten später rettete er bei einem Schuss von Caner Özcin erneut. Meier machte mit seinem späten Tor alles klar.

Beste Spieler bei den Gastgebern waren Torwart Rickert und Kapitän Ümit Ergirdi, bei Frankfurt überzeugten Trapp und Seferovic.

sid

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