Bis 2017 in Frankfurt

Zeichen im Abstiegskampf: Meier verlängert

+
Alexander Meier (r.) bleibt der Eintracht treu.

Frankfurt/Main - Alexander Meier hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt um drei Jahre bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

Die Enttäuschung über den baldigen Abgang des Trainers ist fast vergessen, eine der vielleicht wichtigsten Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Pünktlich zum wegweisenden Abstiegsduell beim Hamburger SV am Samstag (15.30 Uhr/Sky) hat Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt die Vertragsverlängerung mit seinem Torjäger Alexander Meier verkündet und inmitten der sportlich kniffligen Zeit ein positives Signal gesendet.

„Für mich ist die Eintracht eine Herzensangelegenheit. Frankfurt war immer mein erster Ansprechpartner, hier fühle ich mich wohl“, sagte der 31-Jährige, der einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 unterzeichnet hatte, am Freitag.

Auch in schlechten Zeiten habe der Verein immer zu ihm gehalten, begründete Meier seine Entscheidung. Daher sei es nur „logisch“ gewesen, dass auch er in schwierigen Zeiten zu den Hessen stehe und nach zehn Jahren sein Engagement in der Mainmetropole nochmals verlängere.

Die Ausweitung der Zusammenarbeit habe laut Meier eigentlich schon vor etwa einer Woche festgestanden. Dass die frohe Kunde ausgerechnet vor der möglicherweise vorentscheidenden Partie in der Hansestadt an die Öffentlichkeit gelangte, ist als geschickter psychologischer Schachzug der Frankfurter Verantwortlichen zu werten. Nachdem Trainer Armin Veh am Montag noch mitgeteilt hatte, den Europa-League-Starter mangels sportlicher Perspektive zum Saisonende zu verlassen, verhindert Meiers Vertragsverlängerung jegliche Untergangsstimmung. Im Gegenteil: Sie könnte sogar zusätzlichen Schwung verleihen.

Mit einem Sieg in Hamburg betrüge der Vorsprung der Frankfurter auf den wankenden Bundesliga-Dino bereits neun Punkte. Zudem wäre es dann auch das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage und der zweite Sieg nacheinander gegen einen Abstiegskonkurrenten. „Wir werden bis zum Saisonende noch mal alles geben. Wir sind topmotiviert und müssen von unserem Trainer nicht gebremst werden“, sagte Meier.

Selbst dann nicht, wenn der Gegner (angeblich) auf dem Zahnfleisch daherkommt. Vor dem „ganz, ganz wichtigen Spiel“ (Veh) ist der HSV von einer wahren Verletzungswelle überrollt worden. Unter anderem Nationalspieler Marcell Jansen (Knöchel) sowie Shooting-Star Pierre-Michel Lasogga (Muskelverhärtung) werden ausfallen, zudem steht hinter dem Einsatz von Kapitän Rafael van der Vaart (Fieber) noch ein dickes Fragezeichen.

„Das macht die Sache nicht unbedingt einfacher. Wir haben den HSV analysiert - wenn dann plötzlich andere Spieler auf dem Platz stehen, ist das nicht so leicht“, sagte Veh, der am Samstag seinerseits ohne Außenverteidiger Bastian Oczipka (Muskelfaserriss) auskommen muss. Über den Einsatz von Innenverteidiger Carlos Zambrano (Muskelverhärtung) will Veh kurzfristig entscheiden.

Schwachstellen dürfen sich die Hessen Veh zufolge selbst gegen angeschlagene Hamburger nicht erlauben. „Davon lassen wir uns nicht blenden. Der HSV hat immer noch eine Mannschaft, die richtig gut ist“, sagte er: „Wir wollen aber nicht zulassen, dass sie richtig gut sein wird.“

sid

Neue Bilder: Highlights aus Europas Fan-Choreos

Bilder: Highlights aus Europas Fan-Choreos

Mehr zum Thema

Kommentare