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27:28 gegen SG Wallau, aber direkten Vergleich gewonnen

Blaues Auge für die HSG Nieder-Roden

Nieder-Roden (leo) - Nach 16 ungeschlagenen Partien hat es die HSG Nieder-Roden in der Oberliga Hessen erwischt: Ausgerechnet im Spitzenspiel vor 600 Zuschauern in eigener Halle gegen Tabellenführer SG Wallau kassierten die Rodgauer mit 27:28 (11:18) die erste Saisonniederlage.

© Eyßen

Christopher Prinz (rechts) zieht an der Wallauer Deckung vorbei.

Zur Pause hatte es noch nach einem Debakel für die Gastgeber ausgesehen, die überhaupt keinen Rhythmus fanden. Nach dem Seitenwechsel war es vor allem Torhüter Marco Rhein (17 Paraden) zu verdanken, dass die HSG ins Spiel fand. Am Ende einer furiosen Aufholjagd wäre sogar noch ein Unentschieden möglich gewesen, den letzten Freiwurf von Christopher Prinz wehrte Wallaus Schlussmann Sebastian Schermuly aber ab.

Dank der guten zweiten Hälfte haben die Nieder-Rodener nach dem 31:24-Hinspielsieg aber zumindest den direkten Vergleich gewonnen, würden also, wenn beide Mannschaften sämtliche restlichen Spiele gewinnen, Meister werden, weil Wallau noch einen Punkt wegen zu wenig gemeldeter Schiedsrichter abgezogen bekommt.

Hauptmann: „Nicht aggressiv genug“

„In der ersten Hälfte haben wir nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, kritisierte HSG-Trainer Alexander Hauptmann, „wir waren in der Abwehr nicht aggressiv genug und haben uns in der ersten Viertelstunde den Schneid abkaufen lassen. Zwischenzeitlich hatte ich Angst, dass wir nicht unter den sieben Toren Unterschied bleiben. Aber ein Kompliment an die Mannschaft, die sich nach der Pause mit einer 3-2-1-Deckung wieder ins Spiel gekämpft hat.“

Einen Seitenhieb in Richtung Schiedsrichtergespann konnte sich der zumindest nach außen hin ruhig wirkende Nieder-Rodener Trainer allerdings nicht verkneifen: „Heute haben auch andere Dinge eine Rolle gespielt, aber das hat wohl jeder gesehen.“, ließ er durchblicken. Wallaus Trainer Ralf Ludwig erklärte: „Ich bin froh, dass wir hier gewonnen haben, die erste Hälfte war optimal. Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir schlecht gedeckt, zu viele Gegentreffer bekommen und den Faden verloren. Dann sind wir wieder davongezogen. Dass es noch einmal eng wurde, war unsere eigene Schuld. Wir waren zu unkonzentriert und im Angriff zu überheblich.“

Bilder vom Spiel der HSG Nieder-Roden gegen die SG Wallau

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vor

Nieder-Roden - Neuzugang Tim Henkel kam vor allem in der zweiten Hälfte zum Einsatz - ging mit 3:1 in Führung, dann aber diktierte Wallau mit einem herausragenden Schermuly im Tor die Partie.

Spielfilm: 3:1 (6.), 3:3 (8.), 4:7 (13.), 7:10, 8:11 (20.), 9:15 (27.), 11:18 - 15:20, 17:22, 20:23 (42.), 21:24, 21:27 (51.), 24:27 (57.), 26:28, 27:28

Zeitstrafen: 5:5 - 7m: 5/5 - 4/7

Nieder-Roden: Rhein (17 Paraden); Kegelmann, Schulz (2), Schmid (2), Etzel, Prinz (5), Christoffel, Lenort, Weidinger (6), Kaiser (9/5), Keller (2), Henkel (1)

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