Handball: HSG Nieder-Roden schafft Wiederaufstieg

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Nur „Harzerei“ bereitet Probleme

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Nieder-Roden (leo) - Die Handballer der HSG Nieder-Roden haben den Wiederaufstieg geschaft. Noch wissen die Nieder-Rodener nicht, ob sie zur Ost- oder Südgruppe der 3. Liga gehören.

Nach einer atemberaubenden Saison mit 24 Siegen sowie jeweils einem Unentschieden (am ersten Spieltag in Gelnhausen) und einer Niederlage (gegen den ärgsten Konkurrenten SG Wallau) haben die Handballer der HSG Nieder-Roden nach nur einem Jahr als Meister der Oberliga Hessen den direkten Wiederaufstieg in die dritthöchste Spielklasse geschafft.

Nach einem Jahr in der 3. Liga Ost in der Saison 2010/2011 wissen die Nieder-Rodener derzeit aber noch nicht, in welcher Gruppe sie in der kommenden Spielzeit auf Punktejagd gehen. HSG-Trainer Alexander Hauptmann sagt: „Der Verein gehört natürlich in den Süden.“ Hauptmann selbst sieht der Ligeneinteilung völlig entspannt entgegen: „Vor zwei Jahren wollte ich unbedingt in den Süden. Jetzt weiß ich, dass wir im Osten die Klasse halten würden. Wobei der Süden mit den Derbys gegen Groß-Bieberau, Groß-Umstadt oder Kirchzell natürlich attraktiver ist.“

Schwierigkeiten bereitet der HSG die 3. Liga keine

Reinhard Pietschmann, bei der HSG für das Sponsoring verantwortlich, meint: „Im Osten fahren wir 2000 bis 3000 Kilometer mehr, die kürzeste Anreise dürften wir nach Baunatal haben. Geographisch liegen wir einfach ungünstig: Kommen wir in die Südgruppe, sind wir der nördlichste Verein, kommen wir in die Ostgruppe, sind wir der Verein, der am weitesten im Westen liegt.“

Schwierigkeiten bereitet der HSG die 3. Liga keine. „Unser Ziel war von Beginn an der Aufstieg. Im Catering und Sponsoring haben wir sogar Fortschritte gemacht. Und nach dem Abstieg aus der 3. Liga haben wir sportlich keine Abstriche gemacht. Das einzige Problem, mit dem wir uns befassen müssen, ist die Harzerei, die in der 3. Liga erlaubt ist. Das bedeutet mehr Arbeit und mehr Kosten“, so Pietschmann.

Nächste Woche geht es nach Mallorca

Ehe sich die Nieder-Rodener darüber und um die Klasseneinteilung für die kommende Saison Gedanken machen müssen, genießen sie erst einmal den Titelgewinn. Nächste Woche geht es nach Mallorca, die Meisterschaftsfeier steht auch noch an.

„Es kann sich kaum jemand vorstellen, was für ein Druck auf der Mannschaft gelegen hat“, blickt Hauptmann auf die abgelaufene Saison zurück, in der sich die HSG vom ersten Spieltag bis zur letzten Sekunde ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Wallau geliefert hat. „Was die Jungs aushalten mussten, war brutal, weil sich keines der beiden Teams einen Ausrutscher geleistet hat. Wir haben sicher nicht immer den Handball gezeigt, zu dem wir in der Lage sind. Weil der Druck so groß war. Das war wirklich kein leichtes Unterfangen. Ich würde gerne Mal in Nieder-Roden eine Saison erleben, in der wir nicht so permanent unter Druck stehen.“

Mannschaft hat sich unheimlich weiterentwickelt

Aus der Meister-Saison nimmt die HSG viel Positives mit. „Die Mannschaft hat sich unheimlich weiterentwickelt. Von der Spielstärke her und im Umgang mit der physischen Belastung. Das eine oder andere Mal, wie beim Sieg in Kahl, hatten wir auch das nötige Glück, aber das haben wir uns auch erarbeitet.“

Sebastian Schulz entwickelte sich in der vergangenen Saison zum absoluten Führungsspieler. So, wie von Hauptmann erwartet. Eine ähnliche Rolle soll Tim Henkel einnehmen, der nach einjähriger Handballpause bei der HSG einen Neuanfang wagte, aber erneut durch Verletzungen zurückgeworfen wurde.

Rubriklistenbild: © dpa

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