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Sechs Jahre HSG Nieder-Roden - eine Erfolgsgeschichte

Nach der Fusion die klare Nummer eins im Handball

Nieder-Roden - Vor mittlerweile sechs Jahren fusionierten die Handballabteilungen der TG und der SG Nieder-Roden zur HSG Nieder-Roden. Etwa 320 Handballer und Handballerinnen spielen inzwischen in drei Männer-, zwei Frauen- und elf Jugendteams in diesem Großverein. Von Stefan Moritz

© Eyßen

Zusammenarbeit: Die Handballerinnen der HSG Nieder-Roden in der Freiwurfmauer.

Die erste Männermannschaft pendelt zwischen 3. Liga und Oberliga-Spitze und ist seit Jahren die klare Nummer eins in der Region. Am Samstag (19. 30 Uhr) soll im Spitzenspiel der Oberliga gegen die SG Wallau die Vorentscheidung zum Wiederaufstieg in die 3. Liga gelingen. „Ohne die Fusion wäre es mit Sicherheit schwierig geworden, eine solche Rolle zu spielen“, sagt HSG-Vorstandsmitglied Reinhard Pietschmann im Rückblick. Im Jahr 2006 hatten die Abteilungsleiter Stefan Schnur (SG) und Jochen Simon (TG) die Fusion vorangetrieben. Zuvor war einst viele Jahre die TG die Nummer eins ins Nieder-Roden, spielte in der damals drittklassigen Oberliga, wurde dann aber von der SG überholt, die 2004 in die damals drittklassige Regionalliga aufstieg, während die TG in der Landesliga um den Klassenerhalt kämpfte.

„2004 gab es die ersten Überlegungen zu einer Fusion, die von der TG zunächst abgelehnt wurde. Nachdem wir dann aber zwei Jahre weiter für uns rumgewurstelt haben, haben wir mehrheitlich eingesehen, dass wir zusammen besser weiterkommen“, erinnert sich der aus der TG stammende Pietschmann, „durch die Fusion ist es uns gelungen, Talente in Nieder-Roden zu halten, die sonst vielleicht nach Groß-Umstadt oder Groß-Bieberau gegangen wären. “ Für Sportler nahezu aller Alters- und Leistungsklassen konnten Mannschaften angeboten werden. Statt als Einzelvereine zu konkurrieren, kann die HSG als Großverein auch gegenüber der Stadt und Sponsoren ganz anders auftreten. „Auch wenn sich die Sponsorensituation leider nicht ganz so gut entwickelt hat, wie es sich einige erhofft hatten, ist die HSG auf jeden Fall eine Erfolgsgeschichte“, befindet Pietschmann.

Die aktuell größte Herausforderung ist durch den zunehmenden Ausbau von Ganztagsschulen entstanden. „Wir sollen Hallenzeiten zwischen 15.30 Uhr und 18 Uhr abgeben. Das wird natürlich ein Problem“, sagt Pietschmann. Bei der HSG gibt es aber auch schon eine Lösungsidee. Überlegt wird ein Ausweichen nach Hainhausen. Im zweiten Rodgauer Stadtteil mit einem traditionsreichen Handballverein wurde vor dieser Saison die Frauenmannschaft aufgelöst. Viele der verbliebenen Spielerinnen haben sich der HSG Nieder-Roden angeschlossen. Die Trainingszeit in Hainhausen ist frei geworden.

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