OFC-Kapitän Elton da Costa ist traurig, dass er OFC nach zwei Jahren verlassen muss

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Beim Kapitän kommt Wehmut auf

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Offenbach - Nach dem letzten Heimspiel der Offenbacher Kickers in dieser Drittligasaison am vergangenen Samstag kam Wehmut auf bei Elton da Costa. Von Holger Appel

© Hübner

Der Abschied rückt näher. Elton da Costa (Mitte) muss den OFC verlassen. Auch der Vertrag von Stürmer Markus Hayer (links) läuft aus - Ausgang offen. Verteidiger Stefan Kleineheismann ist noch bis 2013 an die Kickers gebunden.

Für den 32 Jahre alten Mittelfeldspieler aus Brasilien, von Kickers-Trainer Arie van Lent beim 2:3 gegen den 1. FC Saarbrücken in der 75. Minute eingewechselt, war es nach zwei Jahren das letzte Punktspiel am Bieberer Berg. Der OFC hat ihm bisher als einzigem Profi mitgeteilt, dass sein Vertrag nach 23 Spielen in dieser Saison (sieben Tore/sieben Vorlagen) und 18 Spielen in der vorigen Saison (fünf Tore/fünf Vorlagen) nicht verlängert wird.

„Ich bin schon sehr traurig, dass meine Zeit in Offenbach jetzt vorbei ist. Ich habe mich bei den Kickers immer sehr wohl gefühlt, aber die Verantwortlichen des OFC haben leider anders entschieden. So ist Fußball, das muss ich akzeptieren“, sagt er vor dem letzten Drittligaspiel in dieser Saison am Samstag, 13.30 Uhr, bei Preußen Münster. Da Costa, im Sommer 2010 vom damaligen Zweitligisten FC Augsburg gekommen, reiht sich in eine lange Liste von Kapitänen ein, deren Verträge der OFC in den vergangenen Jahren nicht verlängert haben oder die selbst nicht bleiben wollten (u.a. Marko Kopilas, Martin Hysky, Thorsten Judt, Markus Happe, Matthias Dworschak).

Da Costa, technisch versierter Spezialist für Standardsituationen, hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, in dieser Saison zwangen ihn ein Muskelfaserriss und eine Zerrung zu längeren Pausen. Beim blamablen 0:2 Anfang des Monats zu Hause gegen den SV Wehen Wiesbaden sah da Costa seine fünfte Gelbe Karte und daher das furiose 3:1 in Regensburg nur von der Tribüne aus. Gegen Erfurt (2:0) saß er 90 Minuten auf der Bank, in Burghausen (3:2) durfte er erst in den letzten 25 Minuten mitwirken. Gegen Saarbrücken, als die Aufstiegsträume der Kickers endgültig platzten, spielte er 25 Minuten. Der krönende Abschluss im letzten Heimspiel der Saison blieb ihm verwehrt. Klar, womöglich darf er noch einmal im Hessen-Pokalfinale am 11. Mai auf dem Bieberer Berg gegen den Verbandsligisten FC Ederbergland auflaufen, nach dem verpassten Aufstieg nun das wichtigste Spiel der Saison für die Kickers, aber sicher ist das nicht.

Für welchen Klub er künftig spielt, ist noch offen. Da Costa, der mit Frau und Sohn in Darmstadt wohnt, würde gerne in der Region bleiben, das betont er immer wieder. Allerdings sind die Alternativen aus den für ihn in Frage kommenden mittleren Profiligen im Umkreis rar gesät (Darmstadt 98, SV Wehen Wiesbaden, SV Sandhausen). Unwahrscheinlich, dass er bei einem dieser Klubs aus sportlichen und/oder aus finanziellen Aspekten ins Konzept passt.

Bedeutet: Er wird nach Absprache mit seiner Familie wohl doch ins Ausland wechseln (müssen). Konkrete Angebote liegen seinem Berater und ihm vor. „Aus einem guten Land“, wie er grinsend berichtet. Etwa aus der Heimat in Brasilien? „Nein, denn das ist das perfekte Land“, sagt er mit leuchtenden Augen. Da Costa wird vermutlich bei einem Verein im europäischen Ausland in einer nicht ganz so starken oberen Profiliga unterkommen.

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