Für den 32 Jahre alten Mittelfeldspieler aus Brasilien, von Kickers-Trainer Arie van Lent beim 2:3 gegen den 1. FC Saarbrücken in der 75. Minute eingewechselt, war es nach zwei Jahren das letzte Punktspiel am Bieberer Berg. Der OFC hat ihm bisher als einzigem Profi mitgeteilt, dass sein Vertrag nach 23 Spielen in dieser Saison (sieben Tore/sieben Vorlagen) und 18 Spielen in der vorigen Saison (fünf Tore/fünf Vorlagen) nicht verlängert wird.
„Ich bin schon sehr traurig, dass meine Zeit in Offenbach jetzt vorbei ist. Ich habe mich bei den Kickers immer sehr wohl gefühlt, aber die Verantwortlichen des OFC haben leider anders entschieden. So ist Fußball, das muss ich akzeptieren“, sagt er vor dem letzten Drittligaspiel in dieser Saison am Samstag, 13.30 Uhr, bei Preußen Münster. Da Costa, im Sommer 2010 vom damaligen Zweitligisten FC Augsburg gekommen, reiht sich in eine lange Liste von Kapitänen ein, deren Verträge der OFC in den vergangenen Jahren nicht verlängert haben oder die selbst nicht bleiben wollten (u.a. Marko Kopilas, Martin Hysky, Thorsten Judt, Markus Happe, Matthias Dworschak).
Für welchen Klub er künftig spielt, ist noch offen. Da Costa, der mit Frau und Sohn in Darmstadt wohnt, würde gerne in der Region bleiben, das betont er immer wieder. Allerdings sind die Alternativen aus den für ihn in Frage kommenden mittleren Profiligen im Umkreis rar gesät (Darmstadt 98, SV Wehen Wiesbaden, SV Sandhausen). Unwahrscheinlich, dass er bei einem dieser Klubs aus sportlichen und/oder aus finanziellen Aspekten ins Konzept passt.
Bedeutet: Er wird nach Absprache mit seiner Familie wohl doch ins Ausland wechseln (müssen). Konkrete Angebote liegen seinem Berater und ihm vor. „Aus einem guten Land“, wie er grinsend berichtet. Etwa aus der Heimat in Brasilien? „Nein, denn das ist das perfekte Land“, sagt er mit leuchtenden Augen. Da Costa wird vermutlich bei einem Verein im europäischen Ausland in einer nicht ganz so starken oberen Profiliga unterkommen.


















