Offenbach (cd/dpa) - Was tun mit Minderjährigen, die sich im Fußballstadion daneben benehmen? Seit gestern wird diese Frage auch im Umfeld der Offenbacher Kickers lebhaft diskutiert.
Soll sich der OFC die 8000 Euro Geldstrafe, zu der er vom DFB verurteilt wurde, von dem 15 Jahre alten Mainhausener zurückholen, der bei der Partie gegen Chemnitz ein Feuerzeug auf den Platz geworfen und damit eine Spielunterbrechung verursacht hatte? Oder ist der Jugendliche mit dem Stadionverbot, das der Verein gegen ihn ausgesprochen hat, genug gestraft?
Erst kürzlich hatte sich die Polizeigewerkschaft in einem Positionspapier für härtere Strafen ausgesprochen und „notfalls lebenslanges Stadionverbot“ gefordert. Fangruppen halten davon jedoch wenig, wie die Interessengemeinschaft „Unsere Kurve“ unterstrich: „Die Forderung nach lebenslangen Stadionverboten, der Abschaffung von Stehplätzen, Alkoholverboten und vielen anderen Strafen werden unserer Meinung nach diese Problemlage nicht lösen können.“
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