„Man merkt, dass ein frischer Wind weht“

Mehr als 60 OFC-Anhänger im Trainingslager beeindruckt

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Jung und Alt mit einem gemeinsamen Hobby: Kickers Offenbach. Auch dieses Jahr begleiteten viele Fans den OFC ins Trainingslager nach Belek.  

Belek - Auch dieses Jahr haben wieder zahlreiche Fans den OFC ins Trainingslager begleitet. Vom Sohn eines Ex-Spielers bis zum ehemaligen Direktor der Filiale der Sparda-Bank Hessen im Stadion ist alles dabei. Bereut hat es offenbar niemand. Von Christian Düncher

Die Offenbacher Kickers sorgen für ungläubige Blicke. Dass ein deutscher Viertligist ein Trainingslager in der Türkei absolviert, überrascht viele Einheimische ebenso wie die osteuropäischen Teams, die sich mit dem OFC das Hotel oder das Trainingsgelände teilen. Dass die Kickers von so vielen Anhängern begleitet werden, macht die Sache noch erstaunlicher. „So viele Fans - unglaublich“, staunte ein Nicht-Offenbacher. Beim OFC hat es Tradition, dass die Fans dabei sind, wenn sich die Mannschaft in wärmeren Gefilden auf die Restsaison vorbereitet. Zum zweiten Mal in Folge hat Sponsor travelscout24.de ein besonderes Angebot aufgelegt: Die „OFC-Fanreise“.

Rund 60 Anhänger waren 2015 dabei, diesmal sind es sogar noch ein paar mehr. Sie kommen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet, zum Beispiel aus Gießen, Oberursel, Altenstadt, Breunings oder Karlstein - um sich ein paar Tage zu erholen und „acht Tage ganz in der Nähe ihrer Lieblinge“ zu sein, wie es Geschäftsführer Remo Kutz angekündigt hatte. Alte Hasen wie Peter Wolff alias „Streu“ sind ebenso dabei wie der Fan-Nachwuchs. Einer der Jüngsten ist der 19-jährige Dennis Seitel, dessen Vater Peter 1994 dreimal für den OFC in der Regionalliga Süd zum Einsatz kam und nun Sportlicher Leiter bei Hessenligist Viktoria Griesheim ist.

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Wendelin Weiand war schon immer nah dran am OFC, als Direktor der Filiale der Sparda-Bank Hessen im Stadion. Inzwischen genießt er seinen Vorruhestand und hat die Kickers ins Trainingslager begleitet. Auch er ist vom neuen Coach und dessen Arbeit angetan: „Für mich als Laie wirkt das äußert professionell. Sehr strukturiert, klare Ansagen - ich bin beeindruckt“, gibt Weiand zu. „Was mir auch sehr gut gefallen hat: Es wurden verschiedene Standards geübt und schnell nach vorne gespielt, wenig zurück. Ich hoffe, dass das so weitergeht.“

Der Mannschaft merke man zudem an, „dass es ihr richtig Spaß macht. Die Jungs sind hochmotiviert. Jeder will die Chance nutzen, einen Platz in der ersten Elf zu bekommen. Die Stimmung ist gut, alles prima“, zieht Weiand ein positives Fazit der acht Tage in Belek.

Stefan Pölzl aus Karlstein (Landkreis Aschaffenburg), der neue zweiten Fanbeauftragten (neben Nicole Baumrucker), ist erstmals bei einem Trainingslager dabei. Er wird im nächsten Jahr wieder mitkommen, falls erneut eine solche Reise angeboten wird. „Mir gefällt es sehr gut“, sagt Pölzl. „Für mich ist das Urlaub, für die Mannschaft aber schwere Arbeit.“ Auch er freut sich über die Möglichkeit, den Spielern mal beim Training zuzuschauen. Dass so viele Fans dabei sind, mache die Sache noch angenehmer. „Man findet immer einen Gesprächspartner.“

Das Fazit von Christian Fischer aus Gießen fällt ebenfalls „sehr positiv“ aus. „Man merkt, dass ein frischer Wind weht. Und man sieht, dass sich die Spieler neu anbieten müssen“, sagt er und prognostiziert für das erste Spiel am 28. Februar beim SC Freiburg II: „Da wird man eine neue Mannschaft sehen - und einen Auswärtssieg.“

OFC in Belek: Bilder aus dem Trainingslager (Teil II)

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