OFC ist die beste Mannschaft der Rückrunde

Formkurve spricht für Kickers

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Offenbacher Jubel in Spielberg - mit Fortsetzung am Montag gegen Elversberg? Von links: Robin Scheu, Nikolaos Dobros (mit zehn Toren bester OFC-Schütze in dieser Saison) und Dren Hodja.

Offenbach - Von Statistiken hält Oliver Reck eigenen Angaben zufolge wenig, er achtet nicht auf sie. Ihn interessiert vor allem die tägliche Arbeit mit seiner Mannschaft. Dabei dürfte dem Trainer der Offenbacher Kickers die eine oder andere Zahlenspielerei gefallen. Von Holger Appel

Die Kickers stellen nach dem 5:1 am Mittwoch in Spielberg und vor dem Verfolgeduell am Montag (20.15 Uhr) gegen den Tabellenzweiten SV Elversberg die beste Mannschaft der Rückrunde. Von 21 möglichen Punkten in der Fußball-Regionalliga Südwest haben sie 19 geholt. Da kann nur Primus SV Waldhof Mannheim (17 Punkte; noch neun Zähler vor den Kickers) mithalten. 19 Tore haben die Offenbacher in den sieben Rückrundenspielen erzielt - auch damit sind sie spitze. Die TSG 1899 Hoffenheim II hat 14 Mal getroffen.

Ein Blick auf den Gegner am Montagabend: Die SV Elversberg hat lediglich 13 von 21 Punkten eingesammelt (10:5 Tore) und vor allem die letzten Partien beim 1. FC Saarbrücken (0:2) und gegen Kassel (0:1) verloren. Statistik und Formkurve sprechen also für die Kickers, die mit einem weiteren Erfolg bis auf einen Punkt an Elversberg (51) heranrücken können - eine Perspektive, an die vor einigen Wochen wohl nur die größten Optimisten dachten. Zwischen den Kickers und Elversberg liegt noch Eintracht Trier (50; ein Spiel weniger), die am Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern antreten muss und am 23. April nach Offenbach kommt.

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„Elversberg stellt eine sehr erfahrene Truppe mit großen und robusten Spielern. Ich rechne mit einem Spitzenspiel auf Augenhöhe, will mit meiner Mannschaft aber am späten Montagabend besser dastehen als heute“, hofft Trainer Reck auf den fünften Sieg unter seiner Regie. Dafür will er nach dem klaren Sieg in Spielberg bis Montag mit seinen Spielern noch an „einigen Kleinigkeiten“ arbeiten. Reck meint damit zum Beispiel die Standardsituationen. „Wir haben gute Schützen und wir haben gute Verwerter, aber da geht noch mehr“, meint er. In Spielberg zum Beispiel traf Innenverteidiger Stefano Maier nach einem Eckball von Nikolaos Dobros zum 0:2.

Maik Vetter, am Mittwoch erstmals Torschütze in einem Pflichtspiel für die Kickers, rechnet mit „einem ähnlich spannenden Spiel wie in der Hinrunde und weniger Gegentoren“. In Elversberg hatten die Offenbacher nach packenden 90 Minuten 3:4 (2:1) verloren. Für die Kickers trafen Markus Müller, Marcel Gebers und Dobros, mit vier Vorlagen der Mann der Partie in Spielberg.

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Ob Reck personelle Änderungen vornimmt oder vornehmen muss, ist offen. Am Donnerstag beim Auslaufen fehlten in Robin Scheu (angeschlagen) und im erkrankten Alexandros Theodosiadis zwei Spieler aus der Startelf. Marco Rapp, von Reck in Spielberg wegen muskulärer Probleme „weitsichtig ausgewechselt“, ist am Montag dabei. Martin Röser und Matthias Schwarz, beide vor zwei Wochen beim 2:1 in Worms verletzt ausgeschieden, trainieren wieder bei der Mannschaft und könnten zumindest in den Kader rücken.

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