OFC nach enttäuschender Leistung nur 0:0 gegen TSV Steinbach

Kickers-Spiel planlos, ideenlos und chancenlos

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Die enttäuschten OFC-Spieler direkt nach dem Abpfiff.

Offenbach - Mutig spielen, die Fans für sich gewinnen – das war der Plan von Trainer Oliver Reck vor seiner Heimspielpremiere am Bieberer Berg. Am Freitagabend klappte das beim enttäuschenden 0:0 in der Fußball-Regionalliga Südwest gegen den TSV Steinbach gar nicht. Die Kickers hatten sogar Glück, dass der Aufsteiger nicht drei Punkte mitnahm. Von Jörg Moll 

Es bleibt dabei: Heimpremieren als Trainer sind nicht das Ding von Oliver Reck. Der 51-Jährige, der schon mit Duisburg und Düsseldorf im ersten Heimspiel ohne Sieg geblieben war, ging am Freitag ohne Erfolgserlebnis vom Platz. Schlimmer als das letztlich sogar glückliche 0:0 gegen die abstiegsbedrohten Mittelhessen war allerdings der Auftritt des OFC: Planlos, ideenlos und ohne jede Torchance boten die Kickers schwer verdauliche Kost. „Bei uns fehlte die Genauigkeit“, monierte Reck: „Es ist nicht alles geglückt, aber ich habe Vertrauen in diese Mannschaft.“

Gegen einen engagierten, lauf- und spielstarken Neuling, der mit elf Winterzugängen auflief, zeigten die Kickers ziemlich exakt das Gegenteil von Recks Vorstellungen von mutigem Fußball. Der OFC-Coach hatte im Vergleich zum 2:1 in Freiburg auf zwei Positionen umgestellt. Für Stefano Maier verteidigte Dennis Schulte, für Maik Vetter spielte Martin Röser rechts vorne. Auf dem tiefen und nassen Rasen kamen die Gäste besser zurecht und hatten die klareren Chancen. Anders ausgedrückt: Sie hatten überhaupt welche. Adamyans Linksschuss klärte Franke vor der Linie (23.), Jovanovic (16.), und Merkel (33.) schossen knapp vorbei oder drüber. Das überraschende Eckenverhältnis zur Pause: 5:1 für Steinbach, am Ende hatte der Neuling in dieser Kategorie mit 8:2 gewonnen. Die Kickers hatten ihre beste Szene vor der Pause in der 33. Minute, als Dobros nach Zusammenspiel mit Schwarz auf Pintol passte, der aber frei vor dem Tor im Abseits stand. Ansonsten blieb vieles Stückwerk im Aufbauspiel. Auch an den Zugängen Marco Rapp und Dren Hodja lief das Spiel oft vorbei. Dennoch verzichtete Reck zur Pause zunächst auf Änderungen.

Besser wurde jedoch nur der Aufsteiger, der durch Maurice Müller – im Winter von der Spvgg. Neckarelz nach Steinbach gewechselt – drei dicke Chancen hatte. Bei der ersten (54.) spielte er freistehend zu ungenau ab, sodass Theodosiadis klären konnte. Bei seiner zweiten Chance monierten die Gäste durchaus zurecht ein Foul von Torwart Daniel Endres, der Müller mit beiden Händen attackierte. Als Müller zum dritten Mal frei vor Endres auftauchte, parierte Offenbachs Bester stark (74.). Eine Minute später gab Offenbachs Rechtsverteidiger Jan-Hendrik Marx den einzigen OFC-Torschuss ab. Dass er klar vorbei ging, passte zur tristen Vorstellung.

OFC-Zeugnis gegen den TSV Steinbach

„Wir hatten keine Lösungen“, räumte Reck ein. Auf dem Feld ging vieles daneben. Für die Überraschungsmomente sorgte Reck an der Seitenlinie. Dass er in Benjamin Pintol (60.) und Martin Röser (69.) zwei potenzielle Schwungräder früh auswechselte, sorgte für Erstaunen. Umso mehr, da der fast unsichtbare Hodja durchspielen durfte. „Ich wollte frische Spieler auf den Platz bekommen“, erklärte Reck. Aber auch dieser Plan ging bei der Heimpremiere nicht auf.

Bilder: Keine Tore zwischen den Kickers und Steinbach

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