Offenbach ‐ Auf dem Bieberer Berg waren am Sonntag Bagger am Werk. Aber es geht noch nicht mit dem Abriss des alten Stadions los, stattdessen sollten die Schneemassen aus dem Stadion geschafft werden. Von Jochen Koch

© Scheiber
Auch am Wochenende wurde im Stadion Bieberer Berg mit Hilfe von Großgeräten wie diesem Bagger der Schnee zunächst vom Spielfeld geräumt und dann vor das Stadion transportiert.
Am Samstag war der Rasen mit Hilfe des Kickers-Sponsors EVO fast komplett vom Schnee befreit, gestern Mittag war der Rasen wieder von einer zehn Zentimeter hohen Schneeschicht bedeckt. „Ich wusste nicht, dass Offenbach ein Schneeloch ist“, nimmt Wolfgang Wolf die weiße Pracht mit Galgenhumor.
Dabei ist dem Kickers-Trainer vor dem DFB-Pokalspiel am Dienstag (19 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg überhaupt nicht zum Lachen zumute. „Hier herrscht der Ausnahmezustand. Derzeit steht das Spiel auf der Kippe“, berichtete Wolf gestern Nachmittag.
„Hier wird alles Menschenmögliche getan, vom Verein, von der Stadt, von Helfern, sogar die Mannschaft hat Schnee geschippt. Aber ob es reicht?“ Für Trainer Wolf und die Mannschaft sind es katastrophale Bedingungen, die die Vorbereitung auf das Pokalspiel zur Farce werden lassen. „Seit sechs Wochen haben wir nicht mehr auf echtem Rasen trainiert. Schnee, Hartplatz, Kunstrasen, Soccerhalle, so bereiten wir uns auf das Pokalspiel vor“, sagte Wolfgang Wolf vor dem gestrigen Training, das um 19.00 Uhr (auch die Anstoßzeit am Dienstag) unter Flutlicht auf den Kunstrasen am Wiener Ring stattfand - allerdings unter extrem widrigen Bedingungen. Der Kunstrasenplatz war nicht komplett geräumt. Eigentlich hatte Wolf im Stadion trainieren wollen. Aber trotz Rasenheizung, die auf Hochtouren läuft, „geht gar nichts.“
„Alle Vorteile liegen auf Nürnberger Seite“, sagt Wolf, der auch personell einige Sorgen hat. Sein Topstürmer Olivier Occean (neun Saisontreffer) kann zwar nach fünfwöchiger Verletzungspause (Muskelfaserriss) wieder beschwerdefrei trainieren. „Aber wie lange er ohne Spielpraxis und unter diesen extremen Platzverhältnissen spielen kann, wissen wir nicht.“ Dennoch wird Wolf den kanadischen Nationalspieler von Beginn an spielen lassen. Ebenso wie Rechtsverteidiger Alexander Huber, der gegen Nürnberg sein erstes Spiel nach fünfmonatiger Verletzungspause absolvieren wird.
Immerhin stehen Markus Husterer nach überstandener Grippe und Sead Mehic, der zuletzt wegen einer Aduktorenzerrung pausiert hatte, am Dienstag wieder zur Verfügung. Ob sie gebraucht werden, hängt allerdings vom Wetter ab.
Facebook 'Like' wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.