Offenbach - Ein Fußball-Profi in Wartestellung. Marcel Stadel, 24 Jahre alter Verteidiger des Drittligisten Kickers Offenbach, muss in dieser Saison viel Geduld aufbringen. Wegen einer Verletzung, guter Kontrahenten und in diesen Tagen widriger Bedingungen. Doch der Reihe nach. Von Holger Appel

© Roskaritz
Marcel Stadel (rechts) im Duell mit dem Chemnitzer Benjamin Förster.
In der Vorbereitungsphase im Sommer verletzte sich Stadel am Knöchel. Stefan Kleineheismann und Markus Husterer spielten sich als Innenverteidiger im Team fest. Kickers-Trainer Arie van Lent sah nach ordentlichen Defensivleistungen keinen Grund, etwas zu verändern. Für den genesenen Stadel blieb nur ein Platz auf der Bank. „Er war und ist immer ganz nah dran. Diese Verletzung damals hat ihn etwas ausgebremst. Von der Qualität her könnte er stets seinen Mann stehen. Er macht seinen Job mit Eleganz und Technik, genießt hohe Wertschätzung im Trainerteam“, sagt Sportkoordinator Ramon Bernd-roth über Stadel.
Nun aber fallen die Spiele aufgrund der eisigen Temperaturen und schlechten Platzbedingungen aus; am Samstag die Partie gegen Jena und vermutlich auch am Dienstag das Spiel in Unterhaching. Heute, 10 Uhr, entscheidet eine Platzkommission, ob in Hachings Sportpark der Ball rollt. Am Wochenende war dort Fußball nur auf Kunstrasen möglich. Statt in der 3. Liga gegen Oberhausen um Punkte zu spielen, testete der Tabellen-16 gegen Ergolding, siegte 5:0.
Stadel sagt: „Ich brenne auf meinen Einsatz, Absagen sind mir jetzt gar nicht recht. Ich persönlich würde gerne an meine zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Als Mannschaft wollen wir drei Punkte holen, damit auch im Umfeld die kleine Unzufriedenheit endet. Die zweite Hälfte in Oberhausen stimmt mich zuversichtlich. Da hat leider die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor gefehlt. Mit ihr hätten wir gewonnen. Mit ihr können wir jetzt gewinnen.“
Um die Defensive macht sich Stadel wenig Sorgen. Er ist fit und zuversichtlich, mit Kleineheismann sowie den Außenverteidigern Maximilian Ahlschwede und Marc Stein in der Vierer-Abwehrkette gut zu harmonieren „Wir sind Profis, trainieren die ganze Woche zusammen und sind Umstellungen gewohnt. Nein, das ist kein Problem für uns“, sagt Stadel und hofft auf eine positive Entscheidung der Platzkommission.
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