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OFC holt nach schwacher erster Hälfte noch einen Punkt in Oberhausen

Erst weit weg, dann dicht dran

Oberhausen - Die erhoffte Reaktion in Form einer klaren Leistungssteigerung gegenüber der Vorstellung bei der 0:1-Heimpleite gegen den Chemnitzer FC ist ausgeblieben. Beim Drittletzten Rot-Weiß Oberhausen mussten sich die Offenbacher Kickers mit einem 1:1 begnügen und warten weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr. Von Christian Düncher

© Roskaritz

Wildes Gestocher in Oberhausen: Der Offenbacher André Hahn (Mitte, Nr. 15) wird von RWO-Torschütze Felix Schiller gestoppt. Foto:

 Der war zwar möglich, wäre angesichts der über weite Strecken schwachen Darbietung aber nicht verdient gewesen.

„Am Ende müssen wir das Spiel vielleicht sogar noch gewinnen, aber aufgrund der ersten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung“, sagte Kickers-Trainer Arie van Lent, der von seiner Elf zwei unterschiedliche Gesichter sah. So habe der OFC in der ersten Hälfte „vieles vermissen lassen“, sich folglich „sehr schwer getan und den Ball oft unnötig verschenkt“, wie es van Lent formulierte. „In fußballerischer Hinsicht haben wir fast ängstlich agiert.“ Die Folge war das 1:0 für Oberhausen quasi mit dem Halbzeitpfiff.

OFC-Zeugnis gegen Rot-Weiß Oberhausen

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„Wenn man in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in Rückstand gerät, ist das natürlich ärgerlich“, sagte van Lent. Aber seine Mannschaft habe sich nach der Pause gesteigert und sich so zumindest den einen Punkt verdient. „In der zweiten Hälfte haben wir das alles viel besser gemacht und hatten nach dem 1:1 noch zwei, drei Riesenmöglichkeiten. Insgesamt war das gegenüber dem 0:1 gegen Chemnitz durchaus eine Steigerung. In der ersten Hälfte hatten wir zwar ähnlich viele Fehlpässe und nicht die nötige Lauffreudigkeit, aber der zweite Durchgang stimmt mich optimistisch.“

Sead Mehic, der den verletzten Elton da Costa als Kapitän vertrat, sah es ähnlich, wählte aber deutlichere Worte als der Trainer. „In der ersten Hälfte haben wir total nachlässig gespielt, das war unter aller Sau“, schimpfte der Routinier nach dem Unentschieden an seiner alten Wirkungsstätte. „Die zweite Hälfte war okay, das hat gepasst. Wenn man aber vier hundertprozentige Chancen hat und nur 1:1 spielt, ist das zu wenig.“

„Dicht dran“ am ersten Sieg im neuen Jahr

OFC-Außenverteidiger Maximilian Ahlschwede sah die Kickers zumindest „dicht dran“ am ersten Sieg im neuen Jahr. „Aufgrund der Chancen war der Sieg möglich“. Die erste Hälfte sei aber in der Tat „unbefriedigend“ gewesen. „Allerdings hatte Rot-Weiß Oberhausen da auch kaum Chancen.“ Die zweite Hälfte sei dagegen „in Ordnung“ gewesen. „Darauf können wir aufbauen.“

Am Samstag im Heimspiel gegen Jena wird auf alle Fälle eine weitere Steigerung erforderlich sein, um den ersten Sieg im neuen Jahr einzufahren. Dann müssen die Kickers von Anfang an die Lauf- und Einsatzbereitschaft zeigen wie in der zweiten Hälfte in Oberhausen. Ohnehin tut sich der OFC zu Hause wesentlich leichter als in der Ferne. So gewann er nur zwei der bislang elf Auswärtsspiele. Der letzte Dreier auf fremdem Platz gelang im September beim 4:0 in Bremen. Das war zugleich der höchste Saisonsieg für die Kickers, die mit dem Torschießen aber Probleme haben.

Die Bilder zum Spiel in Oberhausen

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Nur 28 Treffer in 23 Spielen zeigen, wo das Manko liegt. Immerhin: In Oberhausen erspielte sich der OFC vier Chancen und kam nach 0:1-Rückstand noch zu einem Punkt. Oder wie es Oberhausens Trainer Mario Basler ausdrückte: „Offenbach war als Mannschaft tot, wir haben sie durch einen Fehler zum Leben erweckt.“

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