„Sogar Aalen wird nervös“, sagte Kickers-Trainer Arie van Lent mit Blick auf die jüngste 0:2-Pleite des Tabellenzweiten (60 Punkte) beim abstiegsbedrohten SV Babelsberg. Van Lent ist gleichwohl überzeugt davon, „dass Aalen aufsteigen wird“. Der Kampf um Relegationsplatz drei, den derzeit der Chemnitzer FC (55) belegt, bewertet der Trainer dagegen als völlig offen.
Schließlich hat sein Team lediglich drei Punkte Rückstand auf Chemnitz. Um die theoretische Chance auf Platz drei zu wahren, müssen die Kickers (52) allerdings am Samstag (14 Uhr) bei Wacker Burghausen (54) gewinnen. Die Oberbayern sind zwar zu Hause diese Saison noch ungeschlagen, van Lent spricht dennoch von einem „Duell auf Augenhöhe“, zumal sich sein Team zuletzt „auswärts ordentlich präsentiert“ habe und sich seiner Stärken durchaus bewusst sei. „Wir wissen, was wir können“, betont der Trainer. „Natürlich haben wir auch Schwächen. Wenn wir aber alles abrufen, können wir auch in Burghausen gewinnen.“
Beflügelnde Trotzhaltung
Zudem herrscht innerhalb der Mannschaft eine zuletzt durchaus beflügelnde Trotzhaltung. Einigen Spielern hatte es offenbar missfallen, dass sie bereits abgeschrieben worden waren. „Die denken sich, lass die alle mal reden“, sagt van Lent, den allerdings selbst wundert, dass die 0:2-Pleite gegen den SV Wehen Wiesbaden bisweilen in den Köpfen immer noch präsenter ist als die jüngsten Siege in Regensburg und gegen Erfurt. Davon, dass seine Mannschaft – unter anderem im Hessenderby – Punkte verschenkt habe und daher viel weiter oben stehen könnte, will der 41-Jährige nichts wissen. Denn: „Die anderen denken ja genauso, dass sie mehr Punkte haben könnten.“


















