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Schwacher André Hahn darf im Bett schlafen

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Offenbach - Gegner werden von den Fans der Offenbacher Kickers normalerweise gar nicht begrüßt – oder mit Pfiffen. Bei der Nummer 28 der Gladbacher machten die OFC-Anhänger gestern Abend eine Ausnahme.

Als sich beide Teams aufwärmten, hallten „André-Hahn“-Sprechchöre durchs Stadion. „Was der OFC hier macht, ist ganz groß. Ich habe Verein und Fans viel zu verdanken“, meinte der Borussen-Mittelfeldspieler. Mit dem Anpfiff waren die Nettigkeiten aber vorbei. In der 18. Minute landete der Ex-Offenbacher das erste Mal unsanft auf dem Boden, nachdem ihn Denis Mangafic gelegt hatte. Bis dahin war das Leichtgewicht der Kickers (1,73 Meter, 65 Kilo) aus dem ungleichen Duell mit dem kantigen Außenstürmer (1,85 Meter, 80 Kilo) als Punktsieger hervorgegangen, hatte den Nationalspieler sogar einmal mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen lassen.

Bilder vom Spiel gegen Gladbach

Auch in der Folgezeit machte „Manga“ seine Sache gegen Hahn, der zwischendurch immer wieder mal mit Patrick Herrmann die Seiten wechselte, sehr gut, klärte mehrfach per Kopf vor dem zwölf Zentimeter größeren Gladbacher. In der ersten Hälfte unterlief ihm nur ein Fehler, doch der blieb ohne Folgen, weil Daniel Endres nach dem zu kurz geratenen Rückpass rechtzeitig aus dem Tor gekommen war.

OFC-Zeugnis gegen Gladbach

Auch in der zweiten Hälfte konnte sich Hahn selten in Szene setzen. Nach 73 Minuten war für den Ex-Offenbacher an alter Wirkungsstätte Feierabend. Er wurde ausgewechselt und von den OFC-Anhängern verabschiedet, wie sie ihn empfangen hatten: herzlich. Immerhin blieb Hahn eine Nacht auf der Couch erspart. Denn damit hatte ihm seine Freundin Ragna Bauer, seit Kindheit Kickers-Fan, gedroht, wenn er gegen ihren Lieblingsklub ein Tor geschossen hätte. „Sie bleibt heute Nacht in Offenbach, da habe ich zu Hause meine Ruhe“, schmunzelte Hahn.

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