9308.02.10|Kickers|Kickers
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Offenbach - Kickers Offenbach hat sich heute Vormittag von Trainer Steffen Menze getrennt. Der Tabellenvierte der 3. Liga reagiert damit auf die Negativserie von sieben sieglosen Spielen (zuletzt das 1:2 gegen Borussia Dortmund). Von Jochen Koch

© Roskaritz
Das Aus für Trainer Steffen Menze (hier mit Torwart Robert Wulnikowski).
„Die Trennung gehört zu den härtesten in meiner nun fast zehnjährigen Amtszeit. Sie fällt mir menschlich sehr schwer“, sagte Kickers-Präsident Dieter Müller. Der Ex- Nationalspieler will mit der Entscheidung der Mannschaft einen Schub im Aufstiegskampf geben.
„Wir mussten so reagieren, um unsere Chancen zu wahren“, meinte Müller. Sportmanager Andreas Möller hat die Suche nach einem Nachfolger aufgenommen. Als Kandidaten werden Ex-Trainer Jörn Andersen, Rudi Bommer und Tomas Oral gehandelt, die alle derzeit ohne Engagement sind. „Die Namen kommentiere ich nicht“, meinte der Ex- Nationalspieler, der selbst nicht für das Amt zur Verfügung steht. „Das steht nicht zur Diskussion. Wir wollen so schnell wie möglich einen neuen Trainer präsentieren“, erklärte Möller.
Der 41-jährige Menze hatte erst am 7. Oktober das Traineramt von Hans-Jürgen Boysen übernommen, der überraschend dem Lockruf des benachbarten Zweitligisten FSV Frankfurt folgte. Zuvor hatte er unter Boysen als Co-Trainer gearbeitet. Die Kickers waren zunächst mit seiner Arbeit zufrieden und hatten am 29. Januar den Vertrag bis Juni 2011 verlängert. „Menze leistet gute Arbeit. Die Zusammenarbeit ist sehr konstruktiv und erfolgsorientiert“, hatte Möller erklärt.
Nach einem sehr guten Auftakt mit zehn Punkten aus den ersten vier Spielen reichte es in den letzten sieben Spielen nur noch zu drei Zählern. Sieben Spiele ohne Sieg - zuletzt am Sonntag das 1:2 gegen den Nachwuchs von Borussia Dortmund - veranlassten das Präsidium des Tabellenvierten der 3. Liga zum Umdenken. „Wir wollten mit Menze die Mannschaft langfristig entwickeln. Leider hat uns die Aktualität der Ereignisse mit den Niederlagen eingeholt und zum Handeln gezwungen“, sagte Vize-Präsident Thomas Kalt. „Der aktuelle Leistungsstand der Mannschaft hat uns keine andere Wahl gelassen“, ergänzte Möller.
Die Kickers wollen ihre Aufstiegschancen wahren. „Noch ist nichts verloren“, meinte Sportmanager Möller. Sechs Punkte fehlen den Kickers (34 Punkte) zum Spitzenreiter Osnabrück, bei dem die Offenbach in der Vorwoche 0:1 unterlagen. Ingolstadt mit zwei Spielen Rückstand hat wie Aufsteiger Heidenheim 37 Punkte auf der Habenseite.

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