Schmitt und Präsidium loten Schnittstellen aus

Zukunft des OFC-Trainers soll sich in Winterpause entscheiden

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Offenbach - Fast drei Jahre bildeten sie ein Duo bei der Profi GmbH der Offenbacher Kickers. Das schweißt zusammen. „Es war eine sehr gute, vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit. Wir sind durch Höhen und Tiefen gegangen“, sagt Trainer Rico Schmitt über die gemeinsame Zeit mit Geschäftsführer David Fischer.

Dass der OFC und der 32-Jährige fortan getrennte Wege gehen, findet Schmitt schade, geht damit aber professionell um. „David Fischer hat als Geschäftsführer stets zum Personal gestanden und sich leidenschaftlich und emotional an jede Front geworfen. Der Junge wird seinen Weg gehen. Kickers Offenbach war sicher eine Station, die ihn geprägt hat“, sagte der Trainer und nannte die Trennung „ein einschneidendes Erlebnis“. Es sei „immer unschön, wenn eine nahestehende Person nicht mehr da ist. Aber so schnell geht das halt im Fußball. Das ist Tagesgeschäft“.

Schmitt sieht offenbar keine Veranlassung, nun Konsequenzen zu ziehen. Die Verantwortlichen des OFC werden gleichwohl ausloten, wie stark das gegenseitige Vertrauen ist. „Wir werden mit allen Leuten reden. Wenn wir überein kommen, dass wir in die gleiche Richtung gehen, werden wir das machen. Andernfalls wird es auch eine Lösung geben“, so Präsident Helmut Spahn. Mit Schmitt werde man sich unter anderem über das Konzept für den Rest der Saison austauschen. Bereits am Freitagabend sollten sich daher der neue Geschäftsführer Remo Kutz und Sportdirektor Sead Mehic mit dem Trainer treffen – bei schönem Essen und einer Flasche Wein, wie Kutz betonte. Gesellig sollte es also werden und ungezwungen. Schmitt hatte eine solche Zusammenkunft im Vorfeld begrüßt: „Es ist sinnvoll, sich auszutauschen, um zu sehen, wo es Schnittstellen gibt.“

Die schönsten Momente mit Rico Schmitt: Bilder

Wie groß die Schnittstellen sind, ist in der Tat die zentrale Frage. Schmitt wird im Präsidium durchaus kritisch gesehen. Eine Entscheidung über seine Zukunft ist aber am Wochenende nicht zu erwarten. Man wolle sich erstmal nur über Strategien austauschen und darüber, welchen Weg man kurzfristig gehen kann, stellte Kutz klar. „Es geht aber auch darum, ob er sich mit uns identifiziert oder andere Ideen hat. Wir brauchen ein Ergebnis und werden noch in der Winterpause entscheiden, welchen Weg wir gehen.“

cd

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