„Das Wetter ist gut, hier sind jetzt sehr gute Bedingungen“, sagt Behrenbruch, der im Herbst vergangenen Jahres nach dem Rauswurf aus dem Elite-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes zunächst zu seinem neuen Trainer Erki Nool, dem Zehnkampf-Olympiasieger 2000, nach Estland ausgewandert war. Nach Trainingslagern in Südafrika und Florida trainiert Behrenbruch jetzt zusammen mit seinem estnischen Trainingspartner Andres Raja und seinem zweiten Trainer Andrei Nazarov in Frankfurt-Niederrad. Pikanterweise auf dem selben Gelände wie sein Erzrivale Jan-Felix Knobel und Ex-Trainer Jürgen Sammert. „Die haben schon irritiert. geguckt, als wir dort aufgetaucht sind, aber ich kann ja trainieren, wo ich will“, sagt Behrenbruch.
Am 1. Mai sind sich der 27-jährige Offenbacher Behrenbruch und der vier Jahre jüngere Friesdrichsdorfer Knobel, der bei der WM 2011 mit 8200 Punkten knapp hinter Behrenbruch (8211) Achter wurde, bei der Bahneröffnung in Herne-Wanne-Eickel erstmals wieder im Wettkampf begegnet. „Beim 100-Meter-Sprint hatte ich zunächst deutlich, am Ende knapp um eine Hundertstelsekunde die Nase vorn“, berichtet Behrenbruch, „vorher hatten wir uns die Hand gegeben. Beim Kugelstoßen kam ich dann locker auf 16,10 Meter, während er bei 14 Metern lag, bevor er immerhin 15,60 Meter schaffte. Danach war er frustriert und ist mir aus dem Weg gegangen.“ Im Weitsprung ist Behrenbruch noch auf 7,00 Meter gekommen. „Das war okay, auch wenn ich mir etwas mehr erhofft hatte“, sagt er.
Drei Wochen Training stehen jetzt noch an bis zur entscheidenden Kraftprobe in Götzis. Seine Form überprüfen will Behrenbruch bis dahin noch am 17. Mai in Mörfelden-Walldorf und bei einem hochkarätig besetzten Hürdenlauf-Wettkampf, den er sich in den nächsten Tagen noch auswählen will.













