DRV: Hoffnungen ruhen auf Götz und Zeiger

Ralph Götz
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Ralph Götz

Offenbach - Ralph Götz aus Leimen ist der neue Chef des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV). Zudem ist die Fraktion der Heusenstammer im DRV-Präsidium auf zwei Mitglieder angewachsen. Von Christian Düncher

Führungswechsel beim Deutschen Rugby-Verband (DRV): Der bisherige Präsident Claus-Peter Bach (Plankstadt) hat nach sechsjähriger Amtszeit am Wochenende beim Deutschen Rugby-Tag in Hannover - wie angekündigt - auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Zu seinem Nachfolger wurde der 44-jährige Ralph Götz (Leimen) gewählt - "mit überzeugender Mehrheit", wie der DRV mitteilte.

„Ich bedanke mich für das mir und meinen Mitstreitern entgegen gebrachte Vertrauen und freue mich, dass ich nun die Chance habe, dem deutschen Rugby etwas zurückzugeben“, sagte der neue DRV-Präsident. "Wir werden in den nächsten Wochen und Monaten sehr intensiv konzeptionell an einer positiven Zukunft für den Rugbysport in Deutschland arbeiten und zu gegebener Zeit natürlich auch die Öffentlichkeit darüber informieren.“

Auch Jürgen Zeiger, der am Wochenende zum Vorsitzenden der Deutschen Rugby-Jugend (DRJ) gewählt wurde, gehört nun dem DRV-Präsidium an. Der Vorsitzende des RK Heusenstamm ist nach Helge Pietrek (Vizepräsident Ausbildung) der zweite Heusenstammer in diesem Gremium. Und auf die neue Führung des Verbandes wartet gleich eine Menge Arbeit. Denn: Der DRV hat große Finanzsorgen. Sogar von einer drohenden Insolvenz zum 1. August ist die Rede. Zeiger, Besitzer mehrerer Autohäuser in der Region, soll mit seinem kaufmännischen Wissen dazu beitragen, die Situation zu entschärfen.

„Wir haben in den letzten Wochen nicht auf der faulen Haut gelegen und auf den Startschuss am 16. Juli gewartet. Unsere zahlreichen Vorgespräche sind durchaus positiv verlaufen. Ralph und auch ich würden uns nicht zur Verfügung stellen, wenn wir keine Lösungen für die momentanen Schwierigkeiten in Aussicht hätten“, hatte der RKH-Vorsitzende bereits im Vorfeld des Deutschen Rugby-Tages gesagt. Und auch Götz ist optimistisch: „Ich bin mir sicher, dass der Deutsche Rugby-Verband unter meiner Führung die nötige Unterstützung erhalten wird. In den letzten Wochen konnten wir viele Gespräche führen, die uns wieder etwas positiver in die Zukunft schauen lassen", sagte der neue DRV-Präsident. „Die viel zitierten finanziellen Probleme können wir zwar nicht ad hoc lösen, aber wir haben vielerorts eindeutige Signale bekommen, das man unter meiner Führung den DRV nicht im Regen stehen lassen wird.“

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