Berlin - Die Olympischen Spiele in Tokio: Für viele kurz nach den Katastrophen in Japan undenkbar. Trotzdem erwägt das JOC eine Bewerbung für die Sommerolympiade im 2020.

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Trotz der verheerenden Naturkatastrophen erwägt Japan eine Kandidatur für die Olympische Spiele, hier die Eröffnung der Jugendolympiade 2010.
Trotz der verheerenden Naturkatastrophen und der Atomkrise erwägt Japan weiter eine Kandidatur für die Olympischen Spiele 2020. Das Nationale Olympische Komitee Japans (JOC) habe seine Pläne nicht geändert, teilte ein JOC-Spitzenfunktionär am Donnerstag mit. Am kommenden Dienstag sei in Tokio ein Strategietreffen geplant. Mit einer endgültigen Entscheidung wird im Juli gerechnet. “Auch wenn wir durch unsere Kandidatur für die Spiele 2016 etwas Erfahrung haben, gibt es noch viel zu tun, bevor wir eine Entscheidung treffen können“, erklärte Yasuhiro Nakamori, Direktor für internationale Beziehungen im JOC.
Der Gastgeber der Spiele 1964 hatte sich auch für die Sommerspiele 2016 beworben, die dann an Rio de Janeiro vergeben wurden. Von den olympischen Sportstätten, die vor 47 Jahren in der japanischen Hauptstadt zum Einsatz kamen, seien keine beschädigt worden, so Nakamori. In der vergangenen Woche traf sich JOC-Boss Tsunekazu Takeda mit IOC-Präsident Jacques Rogge, um Details der geplanten IOC-Hilfe zu besprechen.
Die meisten Interessenten wollen die Vergabe der Winterspiele 2018 am 6. Juli in Durban abwarten, bevor sie sich endgültig festlegen. Durch einen Sieg des südkoreanischen Favoriten Pyeongchang im Dreikampf um Olympia 2018 mit München und Annecy (Frankreich) könnte eine japanische Kandidatur für 2020 hinfällig werden.
dpa



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