Heusenstamm - Verliert der Rugby-Bundesligist RK Heusenstamm die Punkte, die er am Samstag durch den 11:10-Heimerfolg gegen den DSV Hannover 78 gewonnen hat, wieder am Grünen Tisch? Die Niedersachsen haben gestern durch einen Rechtsanwalt offiziell Protest gegen die Wertung des Spiels eingelegt. Von Christian Düncher

© osdp
Tobias Apelt (rechts) steuerte Punkte zum Sieg des RKH gegen den DSV Hannover bei - eventuell vergebens.
Die Begründung: Der RKH sei zu spät angetreten und das Spiel daher mit 50:0 für den DSV Hannover 78 zu werten. .
Jürgen Zeiger, der Vorsitzende des gegen den Abstieg kämpfenden RKH, kann darüber nur den Kopf schütteln und spricht von einer „linken Nummer“. Für ihn ist der Fall klar: Der DSV Hannover 78 will sich dafür revanchieren, dass der RKH erfolgreich gegen die Verlegung des Spiel auf das kommende Jahr vorgegangen war. „Hannover wollte am ursprünglichen Termin nicht spielen und hat unseren ersten Vorschlag nicht akzeptiert“, sagt Zeiger. Daraufhin habe das DRV-Sportgericht den 10. Dezember, 14 Uhr, als Nachholtermin festgelegt.
Der Ankick erfolgte in der Tat erst um 15 Uhr. Zeiger stellt aber klar, dass der RKH auch um 14 Uhr „spielbereit“ gewesen wäre. Kaelcke bestätigt das: „Beide Mannschaften waren um 14 Uhr umgezogen, auch die Schiedsrichter waren da.“ Er habe bei den Gästen nachgehakt, ob alternativ schon um 14.30 Uhr gespielt werden solle, doch die hätten 15 Uhr akzeptiert - unter Protest.
Erst der RK 03 Berlin, der die Partie gegen den RKH wegen einer fragwürdigen Platzsperre absagte, nun der DSV Hannover, der sich die Punkte am Grünen Tisch holen will. Für Zeiger ist dieses Verhalten „eine Katastrophe“.



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