Heusenstamm - Jens Steinweg hat derzeit gut lachen. Der Trainer des RK Heusenstamm blickt auf eine erfolgreiche Hinrunde in der Rugby-Bundesliga zurück.

© osdp
Jens Steinweg
Sein junges Team (Durchschnittsalter knapp 22 Jahre) steht zur Winterpause fünf Punkte vor den Abstiegsplätzen auf Rang acht. Mit 16 Zählern erzielte der RKH zudem einen Punkterekord: Seit dem Wiederaufstieg war keine Halbserie so erfolgreich. Mit Jens Steinweg sprach unser Mitarbeiter Nico Wagner.
Herr Steinweg, wie erklären Sie sich das bisher so gute Abschneiden Ihrer jungen Mannschaft in dieser Saison?
Das ist das Ergebnis unserer Nachwuchsarbeit. Jetzt zahlt sich aus, dass die meisten schon mit 18 in der ersten Mannschaft gespielt haben. Damals wie heute gehen wir jedes Spiel mit der richtigen Einstellung an - selbst gegen Mannschaften wie den Heidelberger RK, gegen die wir im Vorfeld eigentlich chancenlos sind. Mittlerweile sind wir noch einen Schritt weiter, denn wo in den Vorjahren Ausländer das Spiel gemacht haben, sind die Jungs jetzt auf sich gestellt.
Wie fällt Ihr Zwischenfazit nach zwölf Spielen aus?
Wir haben bislang so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben. Allerdings haben wir zu viele Punkte liegen lassen. Es hätten mindestens fünf mehr sein können. Am ersten Spieltag gegen den DSV Hannover 78 oder beim 22:38 gegen den RK 03 Berlin haben wir leichtfertig Punkte vergeben.
Aufgrund der mangelnden Erfahrung des Teams?
Ja, gerade gegen den RK 03 Berlin haben wir es nicht geschafft, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Da kommen uns auf einmal unglaubliche Dinge in den Sinn.
Wie zeigt sich das im Spiel?
Wie wichtig sind da erfahrene Kräfte wie Markus Walger?
Mit ihm steht und fällt das Spiel. Wenn er richtig Bock hat, reißt er alle mit. Mit Markus muss man nicht viel reden, vieles geht per Blickkontakt - und er hat die Ruhe, die vielen Jungs noch fehlt.
Was ist mit dieser Mannschaft noch möglich?
Das hängt natürlich auch von der Konkurrenz ab. Bei uns sehe ich enormes Potential. In der jetzigen Konstellation könnte man in zwei bis drei Jahren versuchen, im vorderen Mittelfeld, vielleicht sogar um die Play-offs zu spielen.
Die Partie beim RK 03 Berlin wurde zum zweiten Mal verlegt. Wollen Ihnen die Berliner aus dem Weg gehen?
Sie haben ja gleich gesagt, dass sie die Nachholspiele nicht spielen werden. Das haben sie nun umgesetzt.
Hat das den Beigeschmack von Wettbewerbsverzerrung?
Wir wollten alle Spiele spielen und haben unsererseits für das Spiel gegen Hannover 78 gekämpft. Alles was jetzt ausfällt, wird im Februar gespielt. Dann beginnt bereits die 7er-Saison und die Diskussion um die Überlastung der Spieler geht los.
Kommt die Winterpause für Heusenstamm zur Unzeit?
Nein, wir sind nach elf Spielen froh über die Pause.
Wie sieht das Trainingsprogramm im Winter aus?
Wir halten uns in der Halle mit anderen Sportarten fit. Wenn es auf die Rückrunde zugeht, bauen wir Zirkeltraining ein. Am 10. Januar starten wir in die Vorbereitung.



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.