Heusenstammer Jürgen Zeiger arbeitet mit an der Rettung des Deutschen Rugby-Verbandes

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    • 03.08.11
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Neue Hoffnung im Überlebenskampf

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Offenbach - Der Deutsche Rugby-Verband (DRV) kämpft weiter ums finanzielle Überleben. „Die Situation ist brisant“, sagt Präsidiumsmitglied Jürgen Zeiger (Heusenstamm). Von Christian Düncher

Jürgen Zeiger

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Jürgen Zeiger

Das in Rugbykreisen die Runde machende Gerücht von der bereits diesen Monat drohenden Zahlungsunfähigkeit, entbehre aber jeder Grundlage. „Wir kriegen derzeit noch die Kurve, können die Gehälter zahlen“, betont Zeiger. Ein Privatmann habe dem Verband mit einem Darlehen aus der Patsche geholfen - kurzfristig. An den grundsätzlichen Problemen ändert das jedoch nichts.

Mittlerweile fehlt dem DRV ein sechsstelliger Betrag. Von rund 200.000 Euro ist die Rede. Hauptgrund für die Probleme ist die Nichtbewilligung von Fördergeldern für das Jahr 2010 durch das Bundesministerium des Innern (BMI). In Berlin vermutete man, dass der Verband die ausschließlich für den Sport bestimmten Gelder für den Schuldenabbau zweckentfremden könnte. Die teilweise juristische Auseinandersetzung, die der ehemalige DRV-Präsident Claus-Peter Bach daraufhin mit dem BMI führte, machte die Situation nicht besser. Im Gegenteil. Die Fronten verhärteten sich immer mehr. Auch das Vertrauen der Rugby-Gemeinde in Bach sank. Die Folge: Der DRV-Vorstand wurde im Juli beim Rugby-Tag in Hannover nicht entlastet. Bach hatte bereits im Vorfeld angekündigt, nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen.

Chance sehen, die Verbindlichkeiten loszuwerden

Inzwischen gibt es Stimmen, die in einer möglichen Insolvenz auch die Chance sehen, die Verbindlichkeiten auf einen Schlag loszuwerden. Doch Präsidiumsmitglied Zeiger warnt eindringlich vor einer solchen Denkweise: „Man darf den Karren auf keinen Fall an die Wand fahren.“ Die Konsequenzen einer Insolvenz seien den meisten Leuten nicht bewusst, sagt der Geschäftsmann, der mehrere Autohäuser besitzt. „Wir würden aus allen anderen Verbänden wie dem Deutschen Olympischen Sportbund rausfliegen und müssten dann mit einem Nachfolgeverband die Förderungswürdigkeit neu beantragen. Zudem wären sämtliche Stellen unserer Sportsoldateninnen und -soldaten bei der Bundeswehr gefährdet. Aus den Ranglisten des europäischen Verbandes und des Weltverbandes würden wir wohl auch genommen und auf null gesetzt werden. Das Ziel, sich für eine der nächsten Weltmeisterschaften zu qualifizieren, wäre dann total illusorisch.“ Auch der Bundesligaspielbetrieb wäre im Falle einer Insolvenz gefährdet, da dieser vom DRV organisiert wird.

Die neue Verbandsspitze um Präsident Ralph Götz (Sandhausen) und Zeiger steht nun vor der schwierigen Aufgaben, innerhalb kurzer Zeit Vertrauen gewinnen und gleichzeitig die finanziellen Löcher stopfen zu müssen. „Wir sind in guten Gesprächen mit dem BMI und einigen anderen“, sagt der 55-jährige Zeiger. Mehr will er nicht preisgeben. „Das ist alles eine sehr sensible Angelegenheit. Aber wir arbeiten intensiv daran, den Verband zu retten.“ Hoffnung macht, dass einige Geldgeber, die sich in der Ära Bach zurückgezogen hatten, offenbar ihre Bereitschaft erklärt haben, den DRV unterstützen zu wollen. Und auch aus Berlin gibt es Mut machende Signale. Wenn die Fördermittel in Höhe von rund 125 000 Euro fließen, „sind wir durchs Gröbste durch“, so Zeiger.

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