DEL-Finale: Matchbälle für Mannheim nach dem Break in Berlin

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    • 21.04.12
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DEL: Matchball für Mannheim

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Berlin -Die Adler aus Mannheim sind nur noch einen Sieg vom sechsten Meistertitel in der DEL entfernt. Nachdem das Team in Berlin geschafft hatte, spricht vieles für die Kurpfälzer.

© dpa

Die Adler Mannheim haben die Chance auf den Titel der DEL

Matchwinner Yanick Lehoux sprach gerade mit den Journalisten über die gestiegenen Chancen der Mannheimer auf den Titel, als ihm Teammanager Teal Fowler im Vorbeigehen zuraunte: „Jetzt bloß nicht übermütig werden!“ Lehoux konterte cool: „Wieso? Wir haben doch gerade erst angefangen ...“ Allerdings deutet nach dem 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)-Auswärtssieg der Adler bei Titelverteidiger Eisbären Berlin vieles auf ein vorzeitiges Ende der packenden „Best-of-five“-Finalserie zwischen den DEL-Rekordmeistern hin.

Bereits am Sonntag (16.30 Uhr/Sky) können die 2:1 in Führung liegenden Mannheimer in eigener Halle den sechsten Meistertitel in der Deutschen Eishockey Liga perfekt machen und sich zum alleinigen DEL-Rekordchampion krönen. „Ich will nicht noch einmal hierherkommen“, sagte Nationalspieler Christoph Ullmann nach dem dringend benötigten „Break“ in der Berliner Arena vor 14.200 überwiegend gegnerischen Fans: „Wir haben uns in jeden Schuss reingeworfen, das war ein Wahnsinns-Mannschaftserfolg.“

Allerdings ragte aus dem Team einer heraus: Yanick Lehoux. Mit seinem Doppelpack (37. und 50.) drehte der kanadische Stürmer den 0: 1-Rückstand durch Richard Regehr (11.) fast im Alleingang. „Das waren die zwei wichtigsten Tore meiner Karriere“, sagte der 30-Jährige, der seinen Anteil am Erfolg jedoch relativierte: „Jeder geblockte Schuss war genauso wichtig wie ein Tor von mir.“

Diese Bescheidenheit wird Adler-Trainer Harold Kreis gefallen. Lehoux habe ihm schon viel Freude bereitet, ihn „aber auch viele graue Haare gekostet“, sagte Kreis. Das Defensivverhalten des Angreifers sei noch immer verbesserungswürdig, „aber er hat keine Angst, Verantwortung zu übernehmen, wenn es drauf ankommt.“

Das bewies Lehoux auch im dritten Finalspiel, das die technisch stärkeren Mannheimer verdient gewannen. Erst bestrafte Lehoux einen Patzer des Berliners Travis James Mulock, dem im Angriffsdrittel die Scheibe versprang. Dann schlug der Center im Überzahlspiel eiskalt zu. Dem Siegtreffer war ein Foul von Jonathan Sim an Adler-Kapitän Marcus Kink vorausgegangen. Kink blutete anschließend an der Unterlippe, weshalb Sim eine Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge aufgebrummt bekam. Die Fünf-Minuten-Überzahl entschied letztlich die Partie.

Eisbären-Trainer Don Jackson kritisierte seinen Stürmer Sim nicht. „Es hätte auch ein anderer sein können. Wir müssen mit der Sache leben“, sagte Jackson. Angreifer Florian Busch, der von Jackson überraschenderweise nicht in die erste Sturmreihe mit den Top-Spielern Barry Tallackson und Darin Olver gestellt worden war, versuchte sein Team wachzurütteln. „Wir müssen uns jetzt zusammenreißen“, sagte er: „Ansonsten ist die Saison am Sonntag vorbei.“

SID

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