Libanon mit Riesen-Taboulé

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Rekordversuch in Beirut: 250 Köche rühren zwei Tonnen Taboulé an.

Beirut - Unter den wachsamen Augen der Beobachter vom Guinnessbuch der Rekorde haben Köche in Beirut am Samstag in einem riesigen Kessel mehr als zwei Tonnen Kichererbsenpüree zusammengerührt.

Das gab es vorher noch nie. Nach etwa drei Stunden war das Humus genannte Gericht fertig. Nachdem der Rekord, den vorher Israel gehalten hatte, geknackt war, tanzten die Köche ausgelassen und sangen die Nationalhymne. Etwa 250 Köche hatten sich an dem Spektakel in Beirut beteiligt. 1350 Kilogramm zerstampfte Kichererbsen und 400 Liter Zitronensaft hatten sie mit Löffeln so groß wie Paddel in dem Topf verrührt. Humus, in den auch noch Sesampaste, Olivenöl und Knoblauch hineingehört, ist im Libanon ein sehr beliebtes Gericht.

Und weil es so schön war, versuchten sich die Köche am Sonntag noch an einem weiteren Rekord. Sie machten ein großes Taboulé mit einem Gewicht von 3557 Kilogramm. Dabei handelt es sich um einen traditionellen libanesischen Salat, in dem unter anderem Petersilie und Pfefferminze drin sind. Die Kichererbsen-Pampe war jedoch politischer: Im vergangenen Jahr hatte sich ein erbitterter Kampf entwickelt, weil libanesische Lebensmittelketten ihr Urheberrecht auf das Gericht reklamierten, israelische Ketten das Kichererbsen-Mus jedoch mit mehr Erfolg in europäische Läden brachten.

Eine Vereinigung der libanesischen Hersteller protestierte dagegen bei der Europäischen Kommission. “Die Libanesen versuchten dasselbe, was die Griechen mit ihrem Feta-Käse getan hatten“, sagte der Präsident der Vereinigung, Fadi Abboud. Die Europäische Kommission hatte 2002 bestimmt, dass nur griechische Produkte Feta genannt werden dürfen.

dpa

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