Trotz Naturkatastrophen: Gewinnsprung für Allianz

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Der Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, Michael Diekmann.

München - Europas größter Versicherungskonzern Allianz hat im ersten Quartal einen Gewinnsprung verbucht. Auch Erdbeben und Katastrophrn wie "Xynthia" konnten den Trend nicht erschüttern.

Trotz hoher Schäden durch Unwetter und Erdbeben schoss der Überschuss auch dank eines starken Geschäfts mit Lebens- und Krankenversicherungen von 29 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf knapp 1,6 Milliarden Euro in die Höhe.

Im Vorjahr hatten allerdings auch hohe Belastungen durch die an die Commerzbank verkaufte Tochter Dresdner Bank den Gewinn zusammenschmelzen lassen. In der Schaden- und Unfallversicherung bekam die Allianz zwischen Januar und März Großschäden aus Naturkatastrophen wie dem Orkan “Xynthia“ und dem Erdbeben in Chile zu spüren. Die Belastungen daraus schlugen mit 555 Millionen Euro zu Buche.

Das operative Ergebnis der Sparte brach so um mehr als ein Viertel auf 712 Millionen Euro ein. “Es ist zu früh, um zu sagen, ob die Belastungen aus Naturkatastrophen für das Gesamtjahr wieder auf ein normales Niveau zurückgehen, aber wir werden auf diese Entwicklung unser besonderes Augenmerk richten“, erklärte Allianz-Vorstand Oliver Bäte.

Dank kräftiger Verbesserungen in der Lebens- und Krankenversicherung sowie in der Vermögensverwaltung konnte die Allianz den Einbruch im Schaden- und Unfallsegment mehr als wettmachen, in beiden Sparten wurde das operative Ergebnis jeweils mehr als verdoppelt.

Insgesamt kletterte das operative Ergebnis des Konzerns von 1,4 Milliarden auf 1,7 Milliarden Euro, der Umsatz legte von 27,7 auf 30,6 Milliarden Euro zu. Erste Eckwerte hatte die Allianz in der vergangenen Woche zur Hauptversammlung vorgelegt und dabei auch den Ausblick für dieses Jahr bekräftigt. Das Unternehmen peilt ein operatives Ergebnis von 7,2 Milliarden Euro plus/minus 500 Millionen Euro an.

dpa

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