Kann Verkauf an chinesischen Käufer gestoppt werden?

Landesregierung will Notbremse bei Flughafen Hahn ziehen

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Mainz - Die rheinland-pfälzische Landesregierung prüft, ob der Verkauf des Flughafens Hahn an einen weitgehend unbekannten chinesischen Käufer gestoppt werden kann.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung prüft, ob der Verkauf des Flughafens Hahn an einen weitgehend unbekannten chinesischen Käufer gestoppt werden kann. Gut informierte Kreise bestätigten der Deutschen Presse-Agentur heute einen Bericht der Mainzer "Allgemeinen Zeitung", nach der die Regierung die für Juli geplante Entscheidung im Landtag über den Verkauf verschieben und parallel mit zwei weiteren Interessenten verhandeln will. Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte heute zu einer Pressekonferenz eingeladen. Der verschuldete Airport im Hunsrück ist bereits an die Shanghai Yiqian Trading Company (SYT) verkauft, doch der rheinland-pfälzische Landtag muss dem Deal noch zustimmen. Nach der Vertragsunterzeichnung im Juni kamen Unstimmigkeiten auf, weil die Firma SYT in China offensichtlich kaum bekannt ist und die Geschäftspartner im Dunkeln blieben.

Der Flughafen gehört zu 82,5 Prozent Rheinland-Pfalz, der Rest gehört Hessen. Der SWR fand bei der Adresse des Mehrheitsgesellschafters des Käufers, der Guo Qing Investment Company, nach eigenen Angaben einen Autoreifenhandel vor Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte wenige Tage nach der Vertragsunterzeichnung: "Ich kann nur sagen, dass ich mich vergewissert habe, dass diejenigen, die die Verkaufsverhandlungen geführt haben, alles an Sicherheiten eingeholt haben, was möglich ist." Die Beratungsgesellschaft KPMG hatte die Verhandlungen für das Innenministerium geführt. (dpa)

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