Weniger Erwerbslose in Offenbach

Der Arbeitsmarkt im September

Offenbach/Frankfurt - (ku/dpa) Im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach ist die Zahl der Erwerbslosen im September um 0,7 Prozent oder 98 auf 14152 Menschen zurückgegangen.

Im Vergleich zum September des vergangenen Jahres ist ein Anstieg um 3,9 Prozent registriert worden, wie die Agentur für Arbeit gestern erklärte. Die Arbeitslosenquote sei mit 8,1 Prozent auf dem Wert des Vormonats geblieben. Im August 2008 habe sie bei 7,8 Prozent gelegen.

In der Hauptagentur Offenbach seien im September dieses Jahres 7015 Menschen arbeitslos gemeldet gewesen, teilte die Agentur für Arbeit mit. Die Quote sei auf 11,6 gegenüber 11,4 Prozent im Vormonat gestiegen. Im Vergleich zum August des Vorjahres habe es eine Steigerung um 10 Prozent gegeben. In der Geschäftsstelle Rodgau seien 4113 Personen Arbeitslose gemeldet gewesen. Die Quote sei auf 6,5 Prozent gefallen, im Vormonat habe sie bei 6,7 Prozent gelegen. In der Geschäftsstelle Seligenstadt habe sich die Zahl der arbeitslosen Menschen auf 3024 verringert. Die Arbeitslosenquote sei auf 5,9 Prozent gegenüber 6 Prozent im August gefallen. Gegenüber September 2008 sei dagegen ein Anstieg um 2,8 Prozent festgestellt worden.

Kurzarbeit wirkte postiv

Auch der Arbeitsmarkt in Hessen hat sich nach dem Ferienende überraschend erholt. Trotz der Wirtschaftskrise sank die Arbeitslosigkeit im September und folgte dem üblichen saisonalen Trend. Positiv wirkte vor allem die Kurzarbeit, meldete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Im September sank die Arbeitslosenquote von 7,0 auf 6,6 Prozent. 205 855 Menschen waren Ende September ohne Arbeit, das waren 5 Prozent weniger als im Vormonat August. „Entgegen aller Befürchtungen kam es nicht zu umfangreichen Entlassungen“, erklärte die Arbeitsagentur. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September stieg die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 5,9 Prozent. Damals hatte die Arbeitslosenquote noch bei 6,3 Prozent gelegen.

Die leichte Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist auch darauf zurückzuführen, dass in Hessen der Anteil der Beschäftigten im Dienstleistungssektor besonders hoch ist, während die von der Krise besonders betroffene Industrie eine geringere Rolle spielt. Im verarbeitenden Gewerbe sank von Juli 2008 bis Juli 2009 die Beschäftigtenzahl um drei Prozent. In den Sparten Erziehung und Unterricht hat es dagegen im selben Zeitraum ein Plus von 8,8 Prozent, im Gesundheits- und Sozialwesen von 3,7 Prozent.

Aktuell gebe es in Hessen etwa 57000 offene Stellen in nahezu allen Berufen - erheblich mehr, als bei den Arbeitsagenturen gemeldet, erklärte die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände. Gartenbauer, Chemiearbeiter, Mechaniker und Ingenieure werden ebenso gesucht wie Menschen für den Gesundheitsdienst.

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