Cousin des japanischen Kaisers gestorben

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Prinz Tomohito, ein Cousin des japanischen Kaisers, ist gestorben.

Tokio - Trauer am japanischen Hof. Prinz Tomohito ist nach einer Krebserkrankung und zahlreichen Folgeoperation gestorben.

Prinz Tomohito von Mikasa, ein Cousin des japanischen Kaisers Akihito, ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Das gab das kaiserliche Haushofamt am Mittwoch bekannt. Der im Volksmund wegen seines Aussehens auch „Hige no denka“ (Seine Hoheit mit dem Bart) genannte Prinz musste sich seit 1991 immer wieder Operationen wegen Hals- und Zungenkrebs unterziehen. 1991 hatte er in seinem Buch „Gan wo kataru“ (Über Krebs sprechen) seinen Kampf gegen die Krankheit geschildert. Er hatte zudem als Präsident beziehungsweise Ehrenpräsident zahlreicher Organisationen im Bereich der Krebsforschung sowie verschiedener Sportorganisationen gedient. Im März 2012 war er dann zum 16. Mal operiert worden. In den letzten Tagen soll er in einem Krankenhaus in Tokio Blut erbrochen haben. Zudem verschlechterte sich der Zustand seiner Nieren.

Seine älteste Tochter, Prinzessin Akiko, hatte wegen des Zustandes ihres Vaters eine Reise nach Polen abgebrochen und war am Mittwoch nach Tokio zurückgekehrt. Kurz darauf verstarb der Prinz. Immer wieder bieten Gesundheitsprobleme am japanischen Hofe für Sorgen in der Bevölkerung. So war auch Kaiser Akihito 2003 wegen Prostatakrebs operiert worden. Kürzlich unterzog sich der Monarch zudem einer Bypass-Operation am Herzen. Bereits 2008 hatte Akihito unter stressbedingten Gesundheitsproblemen gelitten, unter anderem Magenbluten.

dpa

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