Warnsignale erkennen

Erfolgsautor Schirach: "Es wird immer Verbrechen geben"

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Ferdinand von Schirach kennt sich mit Verbrechen aus. Foto: Tobias Hase

Der Autor und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach sieht das Verbrechen als Teil des Menschseins. Von Sühne durch Strafe hält er nichts.

Hamburg (dpa) - Das Verbrechen lässt sich nach Ansicht des Autors Ferdinand von Schirach niemals beseitigen. "Es wird immer Verbrechen geben", sagte Schirach dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

"Verbrechen entstehen aus Liebe oder aus Gier, beides können Sie im Menschen nicht abstellen, wir wären keine Menschen mehr."

Er hoffe aber auf bessere Methoden, um Warnsignale zu erkennen: "Eine Disposition für eine bestimmte Art von furchtbaren Verbrechen zeigt sich oft sehr früh."

Dem Gedanken der Sühne durch Strafe kann Schirach nichts abgewinnen. "Sinnvoll ist Strafe nur, wenn sie etwas bewirkt. Aber Reue, jedenfalls meiner Erfahrung nach, entsteht nicht im Gefängnis."

Dem Strafverteidiger Schirach (53) gelang 2009 mit "Verbrechen" der Durchbruch als Autor. Mit "Strafe" legt er nun zum dritten Mal ein Buch mit Kurzgeschichten vor.

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