Goethe- und Schiller-Archiv erwirbt Liszt-Briefe

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Das Goethe-Schiller-Denkmal wurde im August 2009 mit einer Styrophor-Statue des Komponisten Franz Liszt (1811-1886) ergänzt.

Weimar - Briefe aus dem Umfeld von Franz Liszt wurden jetzt vom Goethe- und Schiller Archiv erworben. Der Komponist zeigte sich recht fleißig in seiner Korrespondenz.

Das Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar hat 35 Briefe aus dem Umfeld von Franz Liszt (1811-1886) erworben. Dazu zählen 22 Briefe seiner Lebensgefährtin Carolyne von Sayn- Wittgenstein und 11 Briefe seiner Tochter Marie an den Maler Wilhelm von Kaulbach und dessen Frau in München. Der Großteil der Korrespondenz stamme aus den gemeinsamen Weimarer Jahren 1856 bis 1859, teilte die Klassik Stiftung Weimar am Mittwoch mit. Das älteste deutsche Literaturarchiv besitzt einen Großteil des Nachlasses des Komponisten und Musikerneuerers.

2011 feiert Thüringen Liszts 200. Geburtstag. Zu den Neuerwerbungen gehört auch das zu einer List-Ikonographie zählende Aquarell “Wie sich Franz Liszt in Wien zum Festessen hergeben muss“ von Johann Peter Lyser, einem Freund Heinrich Heines. Mit dem Titel “Liszt“ ist in Weimar künftig ebenfalls eine scharfzüngige Beschreibung der spektakulären Konzerte des Klaviervirtuosen einzusehen, die der elsässische Publizist Alexandre Weill wahrscheinlich 1840 in Paris verfasste. Die Deutsche Liszt-Gesellschaft finanzierte den Kauf von zwei römischen Briefen der Fürstin Sayn-Wittgenstein an den mit Liszt befreundeten Kardinal Ludwig Haynald aus dem Jahr 1886. Die Museen der Klassik Stiftung erstanden zudem aus Privatbesitz ein in Siegellack geformtes Relief von Franz Liszt, das nach einer Vorlage des Bildhauers Ludwig von Schwanthaler gefertigt wurde.

dpa

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