Größte Samba-Party der Welt eröffnet

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Mit der Übergabe des Schlüssels hat Bürgermeister Eduardo Paes die größte Samba-Party - den Karneval in Rio - eröffnet.

Rio de Janeiro - Mit der Übergabe des Schlüssels hat Bürgermeister Eduardo Paes die größte Samba-Party - den Karneval in Rio - eröffnet. Bereits jetzt wurden 100 Menschen festgenommen.

Mit den ersten Paraden zum Karneval hat in Rio de Janeiro die größte Samba-Party der Welt begonnen. Bürgermeister Eduardo Paes übergab den Schlüssel zum Rathaus am Freitag formell dem Karneval-König Momo, der die brasilianische Metropole nun bis zum Aschermittwoch regiert.

Bis dahin sind die zahlreichen Samba-Schulen der Stadt aufgerufen, ihr Können in Tanz und Show sowie in origineller Kostümierung zum Besten zu geben. Zu erwarten sind wie immer heiße Rhythmen, glamouröse Umzüge und viel nackte Haut.

Sexy Samba - Karneval in Rio

Sexy Samba - Karneval in Rio

Der üblichen Kleinkriminalität und anderen Ordnungswidrigkeiten am Rande der Feiern soll in diesem Jahr jedoch gezielt Einhalt geboten werden. Schon in den vergangenen Tagen wurden in Rio fast 100 Menschen wegen Trunkenheit und Erregung öffentlichen Ärgernisses festgenommen - insbesondere wegen öffentlichen Urinierens.

Die Polizei will nach eigenen Angaben ferner die zahlreichen illegalen Händler von der Strandpromenade vertreiben. Und das bekannteste Bordell am Strand wurde bereits geschlossen, um in ein Museum umgebaut zu werden. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, der Metropole bis zu den Olympischen Sommerspielen 2016 ein neues Image zu geben.

Und dies soll schon während des diesjährigen Karnevals ausprobiert werden. Die Reaktionen der Besucher fielen gemischt aus. “Sie wollen Rio anständig machen - aber das ist ein Ding der Unmöglichkeit“, sagte ein 36-jähriger Geschäftsmann. “Außerdem würde das der Stadt jeden Reiz nehmen.“

Andere hofften indessen darauf, in diesem Jahr weniger von Dieben oder Trunkenbolden belästigt zu werden. “Wir brauchen hier etwas Ordnung, damit wir unsere Super-Party der ganzen Welt noch viel besser präsentieren können“, sagte ein 77-Jähriger. Dann schloss er sich als offizieller “Samba-Bürger“ in Leineanzug und Strohhut dem bunten Treiben an.

DAPD

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