US-Musikproduzent wegen Mordes an Schauspielerin Lana Clarkson verurteilt

Mord: Mindestens 19 Jahre Haft für Phil Spector

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Phil Spector muss für mindestens 19 Jahre ins Gefängnis.

Los Angeles - Der US-Musikproduzent Phil Spector wird wohl den Rest seines Lebens im Gefängnis zubringen.

Ein Gericht in Los Angeles verurteilte den 69-Jährigen am Freitag wegen Mordes an der Schauspielerin Lana Clarkson zu einer Haftstrafe von mindestens 19 Jahren bis zu lebenslang. Die Geschworenen hatten Spector bereits im April für schuldig befunden, vor sechs Jahren Clarkson getötet zu haben.

Die damals 40-jährige Clarkson wurde im Februar 2003 in Spectors Villa erschossen. Die Staatsanwaltschaft machte in dem Prozess geltend, Spector habe wiederholt Frauen mit Schusswaffen bedroht. Der wichtigste Zeuge der Anklage, Spectors Chauffeur, sagte aus, er habe an jenem Abend einen Schuss gehört. Anschließend sei der Musikproduzent aus dem Haus gekommen und habe gesagt: “Ich glaube, ich habe jemanden getötet.“ Spectors Verteidiger Doron Weinberg argumentierte, Clarkson habe sich selbst umgebracht. Er hatte bereits nach dem Schuldspruch der Geschworenen angekündigt, in Berufung zu gehen.

Ein erster Prozess gegen Spector war im September 2007 gescheitert - die Geschworenen hatten sich damals nicht einigen können. Spector war einst einer der einflussreichsten Produzenten der Popmusik. Berühmt wurde er in den 60er Jahren als Erfinder eines voluminösen Klangs bei Schallplattenaufnahmen, des sogenannten “Wall of Sound“. Er produzierte Hits der Ronettes und Righteous Brothers sowie von Ike und Tina Turner . Ferner arbeitete er für das Beatles-Album “Let It Be“ und später mit John Lennon, George Harrison und den Ramones.

ap

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