Im Zuge der #metoo-Debatte

Statements gegen Drangsalierung von Frauen kurz vor Oscar-Gala

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Mira Sorvino gab eine kämpferische Stellungnahme ab.

Prominente Schauspielerinnen haben auf dem roten Oscar-Teppich kämpferische Stellungnahmen gegen die sexuelle Belästigung von Frauen in der Filmbranche und anderen Berufsbereichen abgegeben.

Los Angeles - Die Menschen sollten wissen, dass die neue Bewegung "Time's Up" (Die Zeit ist um) gegen die Drangsalierung und Diskriminierung von Frauen "nicht aufhören wird" sagte Hollywoodstar Mira Sorvino am Sonntagabend (Ortszeit). Die Bewegung wolle die Dinge für die Frauen "überall am Arbeitsplatz ändern".

Sorvino erschien in Begleitung ihrer Kollegin Ashley Judd auf dem Roten Teppich vor dem Dolby Theatre in Hollywood. Beide Schauspielerinnen gehören zu den Frauen, die den gestürzten Hollywoodmogul Harvey Weinstein beschuldigen, sie sexuell belästigt zu haben. Dem Skandal um Weinstein waren in den vergangenen Monaten zahlreiche Enthüllungen über angebliche sexuelle Übergriffe auch durch andere prominente männliche Vertreter der Filmbranche gefolgt.

Sorvino und Judd zählen auch zu den 300 Frauen aus der US-Filmbranche, welche die "Time's Up"-Bewegung lanciert haben. Judd sagte, die Bewegung helfe Frauen nicht nur in Hollywood, sondern allen gesellschaftlichen Bereichen. Sie könnten sich an die Organisation um Hilfe wenden, wenn sie zum Opfer sexuellen Fehlverhaltens im Job geworden seien.

Oscars 2018: Der Live-Ticker zur 90. Verleihung

Die Gala zur Verleihung der Oscars sollte in der Nacht zum Montag um 02.00 Uhr MEZ beginnen. Top-Favorit für die begehrtesten Filmpreise der Welt ist die Fantasy-Romanze "Shape of Water - Das Flüstern des Wassers", die für 13 Auszeichnungen nominiert ist. Ferner gehören zum engeren Favoritenkreis das Kriegsepos "Dunkirk" mit acht Nominierungen und die bitterböse Kleinstadtsatire "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" mit sieben Nominierungen.

dpa

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