So soll die Suche weitergehen

Steckt Alligator-Schildkröte Lotti jetzt im Schlamm?

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Steckt Alligator-Schildkröte Lotti  noch immer im Oggenrieder Weiher?

Irsee - Die Suche nach der Alligator-Schildkröte Lotti am Oggenrieder Weiher im Allgäu geht weiter. Vermutlich hat sich das Reptil im Schlamm versteckt. Doch wie soll sie nun gefangen werden?

Auf der Suche nach der Alligator-Schildkröte Lotti hat die Feuerwehr bei Irsee in Schwaben einen ganzen Badesee trockengelegt. Jetzt hoffen die Einsatzkräfte darauf, dass Lotti irgendwann aus dem Schlamm kriecht. „Wir gehen Zentimeter für Zentimeter vor“, sagte ein Mitarbeiter am Montag.

Am Vorabend hatte die Feuerwehr das Wasser des Oggenrieder Weihers abgelassen. In der vergangenen Woche war dort ein Bub gebissen worden, seine Achillessehne wurde durchtrennt. Aufgrund der Bissabdrücke gehen Experten davon aus, dass es sich um eine Alligator-Schildkröte handeln könnte. Das Tier dürfte mindestens 40 Zentimeter groß und 14 Kilogramm schwer sein.

Am Montag suchte die Feuerwehr zunächst das Seeufer ab - ohne Erfolg. Die 17 Feuerwehrmänner, die dabei auch durch hohes Gras und Schilf liefen, trugen schwere Schuhe und Handschuhe. Das Wasser sei inzwischen völlig abgelaufen, sagte ein Feuerwehrmann der dpa. „Der Schlamm ist aber so tief, dass wir die Schildkröte dort nicht suchen können.“ Der See werde deshalb beobachtet. Vermutlich habe sich die Schildkröte in den Schlamm eingegraben. Mit einem schnellen Erfolg rechnen die Einsatzkräfte nicht: „Das ist wie ein Lottospiel. Es könnte noch Tage dauern, bis sie auftaucht.“

Am Montag wurden außerdem Elektrozäune rund um den See und vor einem Waldgebiet aufgestellt, wie Irsees Bürgermeister Andreas Lieb sagte. Damit solle verhindert werden, dass Lotti den Suchtrupps entwischt. Für Dienstag werden Zoologen aus München erwartet. „Dann wird das Gelände großräumig abgesperrt und wenn Ruhe herrscht, dann wird sie rauskommen“, sagte Lieb.

Feuerwehr jagt bissige Alligator-Schildkröte

Feuerwehr jagt bissige Alligator-Schildkröte

Der Deutsche Tierschutzbund forderte unterdessen bundesweit einheitliche gesetzliche Regeln zu Haltung und Handel mit exotischen Tieren. „Das Interesse an exotischen Tieren, auch gefährlichen, wächst und wächst“, sagte Präsident Thomas Schröder. Jedes Jahr würden zahlreiche Reptilien, unter anderem auch Geier- und Schnappschildkröten in Tierheimen abgegeben oder ausgesetzt. Die Haltung dieser Schildkröten sei zwar seit vielen Jahren bundesweit verboten. Trotzdem würden die Tiere noch gehalten und gehandelt.

dpa

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