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Gewitter-Nacht hinterlässt heftige Spuren in Deutschland: Tornado sorgt für Millionen-Schaden

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Von: Kai Hartwig, Vinzent Fischer

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Nach der Hitzewoche stehen Deutschland vielerorts Gewitter bevor. In Oberschwaben hat ein Tornado schwere Schäden angerichtet. Der Wetter-Ticker.

Update vom 6. August, 08.53 Uhr: Die starken Unwetter im Süden Deutschlands haben erste Spuren hinterlassen. So kam es in der baden-württembergischen Kleinstadt Bad Wurzach (Landkreis Ravensburg) zu einem Tornado. Das Unwetter verursachte dabei einen Schaden in siebenstelliger Höhe, wie das Polizeipräsidium Ravensburg mitteilte.

Wetter in Deutschland: Tornado richtet Schaden in Millionenhöhe an

Im Stadtteil Eintürnen entstanden schwere Schäden an einer Lagerhalle. Der Tornado riss dabei das Dach aus seiner Verankerung und schleuderte es in ein 300 Meter entferntes Maisfeld. Die Halle ist komplett zerstört und nach Einschätzung eines Statikers sogar teilweise einsturzgefährdet. In einer benachbarten Ortschaft wurde ebenfalls das Dach einer Lagerhalle entrissen. Zwei Autos wurden zudem durch einstürzende Bäume beschädigt.

Spuren des Tornados: Eine Lagerhalle in Ravensburg ist völlig zerstört.
Spuren des Tornados: Eine Lagerhalle in Ravensburg ist völlig zerstört. © David Pichler / dpa

Update vom 5. August, 13.26 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor einer „erhöhten Unwettergefahr“ im Süden von Deutschland. Schon ab dem späteren Nachmittag soll es in weiten Teilen Baden-Württembergs und Bayerns starke Gewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen geben. Diese sollen vielerorts den Abend über bis in die Nacht andauern.

Wetter in Deutschland: Bundesweit kommen Gewitter teils mit Starkregen, Hagel und Sturmböen auf

Erstmeldung vom 5. August: München – In den vergangenen Tagen hatte die große Hitze mit Temperaturen teils deutlich über 30 Grad Deutschland fest im Griff. Das Wetter startete am Freitag (5. August) im Süden und Osten ebenfalls warm – doch eine nahende Kaltfront sorgt für etwas Abkühlung. Diese verdrängt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) „die heiße nordafrikanische Luft“.

Der Wetterumschwung machte sich am Freitagmorgen schon in Küstennähe sowie von Niedersachsen, über den Westen der Republik bis ins Saarland bemerkbar. Dort kamen erste Regenschauer herunter.

Der DWD gab in seiner Wetterprognose zudem an, dass es teils auch kräftige Gewitter geben kann, bis zum Nachmittag vor allem im Westen und Nordosten Deutschlands. Auch Starkregen, Sturmböen und Hagel können dort auftreten.

Ein Radfahrer fährt auf dem Elbdeich vor einer dunklen Wolkenkulisse.
Gewitter ziehen am Wochenende über Deutschland hinweg (Symbolbild). © Jens Büttner/dpa

Die Gewitter lassen nach DWD-Angaben in westlichen und nordöstlichen Regionen im Verlauf des Vormittags nach. Mit den Mittagsstunden muss auch der Osten der Republik mit Gewitter rechnen. Am Freitagnachmittag wird dann der Süden von teilweise starken Gewittern und Regenschauern samt Starkregen, Hagel und mitunter schweren Sturmböen erfasst. Zwar werden in der Nacht zum Samstag die Gewitter in besagten Regionen noch etwas anhalten. Nach und nach ziehen sich die Unwetter dann aber in Richtung Südosten zurück.

Sommerwetter kehrt zurück: Hoch Oscar bringt Deutschland schon kommende Woche die Hitze wieder

Insgesamt ist die Abkühlung vor allem im Westen nur von kurzer Dauer. Dort wird es schon im Tagesverlauf wieder sehr warm. „Zum Mittag kann sich aus Westen immer mehr die Sonne durchsetzen. Generell wird es heute im Südwesten und Süden wieder sehr heiß mit Höchstwerten um 30 bis 37 Grad", meinte Diplom-Meteorologe Dominik Jung gegenüber Wetter.net. Und spätestens am Samstag wird es wieder heißer, so der Wetter-Experte.

„Samstag setzt sich das Hoch Oscar mit viel Sonnenschein durch. Der Hochsommer geht in die nächste Runde“, befand Jung. Den dringend benötigten Niederschlag für die trockenen Böden gibt es dann zunächst einmal nicht. „Regen ist für mindestens eine weitere Woche Fehlanzeige. Wer bis heute Nacht nichts abbekommt, der muss dann wieder mindestens eine Woche lang warten“, kündigte der Meteorologe an.

Damit steige auch die Waldbrandgefahr in der Bundesrepublik wieder an, sagte Jung. Er erwartet auch in der kommenden Woche wieder hochsommerliche Temperaturen in Deutschland. Die Höchstwerte werden laut Jungs Prognosen zwischen 32 und 36 Grad liegen. Ein Ende der Hitzewelle ist damit noch nicht in Sicht. (kh)

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