"Blauer Mozzarella": Werk nicht stillgelegt

Brüssel/Mühldorf am Inn - Im bayerischen Milchwerk Jäger läuft die Produktion auch nach dem Fund von bläulich verfärbtem Mozzarella weiter.

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Dies teilte das Unternehmen am Freitagabend in Haag (Oberbayern) mit. Es nahm damit zu einer Mitteilung der EU- Kommission vom Freitag in Brüssel Stellung. Das Unternehmen erklärte, die Sicherheit des Mozzarellas sei gewährleistet und von den Behörden, auch seitens der EU-Kommission und dem bayerischen Ministerium für Verbraucherschutz, “verifiziert und bestätigt worden“.

Die EU-Kommission hatte am Freitag nach einem Treffen des EU- Ausschusses für Lebensmittel mitgeteilt, die Produktion in dem Milchwerk dürfe erst dann wieder aufgenommen werden, wenn “nachgewiesen ist, dass die Produkte für den Verzehr sicher sind“.

“Die in wenigen Fällen festgestellte Blaufärbung hat ihre Ursache außerhalb der Einflusssphäre des Milchwerks“, hieß es in der Erklärung des Unternehmens. Vermutlich sei Mozzarella aus geöffneten Tüten nicht sofort verzehrt worden. Das Unternehmen legte eine Bestätigung des Gewerbeamtes des Landkreises Mühldorf am Inn vor, wonach keines seiner Produkte “amtlich gesperrt ist oder war“.

In der Mitteilung der EU-Kommission hieß es, das EU-Lebensmittel- und Veterinäramt habe bei einem Werksbesuch zwischen dem 23. und 25. Juni festgestellt, dass das Unternehmen die zuständigen Behörden nicht informiert habe, nachdem es die Verunreinigung mit dem Eiterbakterium Pseudomonas festgestellt hatte.

dpa

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