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Chaos auf der Alster – Polizei Hamburg greift durch: „Werden Spielverderber sein“

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Zu voll: Mit der Aktion „Alster für alle“, greift die Hamburger Polizei jetzt durch. Zum Schutz aller werden die Kontrollen zu Wasser nun ausgeweitet.

Hamburg – Insbesondere seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich die Hamburger Alster zu einem beliebten Treffpunkt für Hobbysportler und das Partyvolk der Stadt entwickelt. Mehr Kanus, Stand-Up-Paddlebords und Gummiboote, sowie übermütige Brückenspringer sorgen für viel Verkehr auf der Alster und den umliegenden Kanälen.

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„Alster für alle“: Neue Kampagne für mehr Sicherheit auf der Alster

Diese so noch nie dagewesene überfrequentierung der Alster stellt sowohl Anwohner als auch die Polizei und insbesondere die Natur für eine große Herausforderung. Infolgedessen nahm zum einen bei der Wasserschutzpolizei die Beschwerdelage zu und zum anderen stieg der Bedarf an Einsatzkräften auf dem Wasser, die unter anderem Hinweisgespräche vor allem mit den Themen Rücksichtnahme, Fahrregeln und Alkoholkonsum führten.

Boot der Polizei Hamburg und Kanus, Schiffe und Stand-Up-Paddler auf der Alster.
Künftig hat die Hamburger Polizei ein besonderes Auge auf das Treiben auf der Alster. (24hamburg.de-Montage) © Angerer und Blaulicht News / Imago

Im Zuge der Kampagne wurden Plakate mit kurzen Appellen entworfen, Infokarten mit einer Kurzübersicht einiger wichtiger Regeln kreiert und eine Homepage gestaltet, auf der alle wichtigen Informationen rund um die Alster gesammelt zur Verfügung stehen. Heute zur Auftaktveranstaltung und den gesamten Sommer hindurch werden Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei, die von Polizeibeamten der örtlich angrenzenden Polizeikommissariate unterstützt werden, intensive Hinweisgespräche führen und das neue Informationsmaterial verteilen.

Die Kritik an der zunehmenden Belastung der Alter ist nicht neu. Im vergangenen Jahr kritisierte Kanute Christian Dahlke gegenüber dem Hamburger Abendblatt das Chaos auf der Alster: „Wenn es so weitergeht, wird es bald Tote geben!“ Und weiter: „Die Stadt muss jetzt für die Alster handeln. Bald.“ Das war 2021. Jetzt also die Kampagne „Alster für alle“.

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Wenn es so weitergeht, gibt es bald Tote.

Christian Dahlke, Hamburger Sportberater, warnte schon 2021 vor der Gefahr durch zu viele Wassersportler auf der Alster

Für mehr Schutz von Anwohnern, Tieren und Natur: „Wir werden auch Spielverderber sein“

Hamburgs Innensenator Andy Grote erklärte: Mit der Alster und ihren Kanälen verfügt die Active City über ein einzigartiges, höchst attraktives Wassersportrevier, indem Vereins- und Freizeitsportler vom Anfänger bis zum Profi beste Bedingungen vorfinden. Wenn wir wollen, dass die Alster weiterhin von allen genutzt werden kann, dann müssen sich auch alle an einige grundlegende Regeln halten. Hier setzen wir künftig auf deutlich mehr Aufklärung. Mit der jetzt gestarteten Kampagne wollen wir für gegenseitige Rücksichtnahme werben, aber auch ganz klar an die geltenden Regeln erinnern, damit alle sicher auf der Alster unterwegs sein können.

Umweltsenator Jens Kerstan, Innensenator Andy Grote und der Leiter der Wasserschutzpolizei Olaf Frankowski
Umweltsenator Jens Kerstan, Innensenator Andy Grote und der Leiter der Wasserschutzpolizei Olaf Frankowski © Elias Bartl

Auch der Leiter der Hamburger Wasserschutzpolizei Olaf Frankowski erklärte zum Start der neuen Kampagne: „Analog zum Straßenverkehr gibt es auf dem Wasser Verhaltens- und Verkehrsregeln, die der Sicherheit dienen, für ein gutes Miteinander sorgen und den Schutz der von uns so geschätzten Pflanzen- und Tierwelt auf, an und in der Alster gewährleisten. Wir wollen informieren, aufklären und auch sanktioniere, wir werden auch Spielverderber sein, um Schutz für andere Verkehrsteilnehmer und die Natur zu gewährleisten“ 

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