News-Ticker zur Pandemie

Corona in Deutschland: RKI-Zahlen bestätigen positiven Trend - Aufhebung der Priorisierung heftig kritisiert

Die Corona-Zahlen in Deutschland sinken weiter. Die bundesweite Aufhebung der Impfpriorisierung ist deutlicher Kritik ausgesetzt. Der News-Ticker.

  • Die Corona*-Zahlen in Deutschland zeigen weiter einen positiven Trend. Am Mittwoch sank die Sieben-Tage-Inzidenz erneut (siehe Update vom 19. Mai, 6.35 Uhr).
  • Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert die Aufhebung der Impf-Priorisierung scharf (siehe Update vom 18. Mai, 21.26 Uhr).
  • Gesundheitsminister Jens Spahn will Werbung für Schnelltests legalisieren (siehe Update vom 18. Mai, 20.26 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zur Corona-Pandemie in Deutschland ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 19. Mai finden Sie hier.

Update vom 19. Mai, 6.35 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) innerhalb eines Tages 11.040 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwochmorgen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche wurden noch 14.909 Ansteckungen vermeldet. Zudem wurden 284 neue Todesfälle verzeichnet.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI bei 72,8. Erneut ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche (107,8) und auch im Vergleich zum Vortag (79,5).

Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung in Deutschland: „Staatlich organisierte Verantwortungslosigkeit“

Update vom 18. Mai, 21.26 Uhr: „Staatlich organisierte Verantwortungslosigkeit“, schimpft die Deutsche Stiftung Patientenschutz. Die Aufhebung der Impf-Priorisierung, Gesundheitsminister Spahn will sie zum 7. Juni durchsetzen (siehe Update vom 17. Mai, 17.44 Uhr), fällt bei den Patientenschützern komplett durch.

Es sei der Startschuss für ein „Windhundrennen“ um die Corona-Impfungen, moniert Vorstand Eugen Brysch. Es mangele immer noch an Impfstoff und mehr komme dadurch auch nicht auf den Markt. Das Problem werde lediglich verlagert. Es soll jetzt auf der Straße, in den Arztpraxen ausgetragen werden.

„Das geht voll zu Lasten nicht nur der Impfwilligen, der Arztpraxen und der Impfzentren, sondern auch der vernünftigen Grundversorgen, die wir dringend brauchen“, so Brysch.

Hausärzte in Nordrhein-Westfalen klagen derweil über einen Massenansturm und aggressive Stimmung. Das Personal ist vielerorts am Limit. Die ersten Praxen stoppen die Corona-Impfungen deshalb. „Natürlich wollen wir der Bevölkerung helfen, aber wir müssen auch das Wohl der Beschäftigten im Blick behalten. Und auch den Fortbestand der Praxis“, sagt Oliver Funken, Vorsitzender des Hausärzteverbandes NRW der „Rheinischen Post“.

Einige Impfwillige sollen vor Ort auf eine Impfung gepocht haben, nach dem Motto „ich bin hier und jetzt will ich auch meine Spritze“. „Man will zu den drei ‚G‘ gehören: Genesen, Geimpft oder Getestet“, erklärt Funken. Dass Mitarbeiter über ihre Kündigung nachdenken, weil ihnen die chaotische Situation zu viel ist, dürfe nicht sein.

Corona in Deutschland: Spahn will Werbung für Schnelltests legalisieren

Update vom 18. Mai, 20.26 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn plant, Werbung für die Ausführung von Corona-Schnelltests zu legalisieren. Die Formulierungshilfe für den entsprechenden Änderungsantrag des Infektionsschutzgesetzes liegt der Agentur Reuters vor.

Werbung für Heilmittel ist in Deutschland verboten. Damit Praxen und Apotheken aber mit Schildern darauf hinweisen dürfen, dass sie kostenlose Corona-Tests anbieten, soll sich das in diesem Sonderfall ändern. Anderweitige Werbung für Heilmittel bleibt demnach untersagt.

Corona: Niedersachsen kippt Beherbergungsverbot - Eilbeschluss macht Urlaub möglich

Update vom 18. Mai, 16.30 Uhr: In Niedersachsen wurde das Beherbergungsverbot für auswärtige Touristen gekippt. Die Regelung des Bundeslandes, den Tourismus nach dem Corona-Lockdown zunächst nur für eigene Einwohner zu öffnen, wurde von dem Oberverwaltungsgericht in einem Eilbeschluss außer Vollzug gesetzt. Einem Urlaub in Niedersachsen steht damit nichts mehr im Wege.

Wie das Gericht entschied, trage das bloße Verbot der Beherbergung auswärtiger Besucher nur wenig zur Eindämmung der Corona-Infektionslage bei. Tagestouristen aus anderen Ländern hätten auch vorher schon nach Niedersachsen kommen können, so die Argumentation des Gerichts.

Corona in Deutschland: Merkel warnt: „Noch nicht das rettende Ufer erreicht“

Indes hat sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts steigender Impfzahlen in der Corona-Pandemie optimistisch gezeigt, aber zugleich zur Vorsicht gemahnt. Man sei auf einem guten und hoffnungsfrohen Weg, habe aber „noch nicht das rettende Ufer erreicht.“ Das sagte Merkel am Dienstag nach Informationen von Teilnehmern in den Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Öffnungsschritte sollten gut durchdacht werden.

Zwar funktionierten die Impfstoffe, sagte die Kanzlerin demnach. Je aggressiver aber eine neue Virus-Variante sei, desto mehr Menschen müssten geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu bekommen. Ein Unruheherd sei die indische Virus-Variante, die sich schneller ausbreite als die britische. Auch bestätigte Merkel den Impfgipfel am 27. Mai 2021.

Corona in Deutschland: Lauterbach macht Hoffnung

Update vom 18. Mai, 14 Uhr: „Ich glaube, wir müssen in den nächsten zwei bis drei Wochen insgesamt noch sehr vorsichtig sein, bei den Lockerungen sehr zurückhaltend bleiben und dann sichern wir den gesamten Sommer damit ab“, machte Lauterbach im Interview mit ntv Hoffnungen. In den vergangenen Wochen blickte Lauterbach mehrmals zuversichtlich auf den Corona-Sommer.

Auch hinsichtlich der indischen Corona-Mutante B1.617 fand er hoffnungsvolle Worte. So würden Daten aus England darauf hinweisen, „dass es dort möglicherweise gelingen wird, mit dem schnellen Impffortschritt die Ausbreitung auch der ähnlichen Variante zu stoppen“. In Deutschland sorgt die Virus-Variante trotz allgemein sinkender Corona-Fallzahlen für Sorgen. Nach einem Corona-Ausbruch in einem Hochhaus sind 200 Bewohner von der Außenwelt isoliert.

Corona in Deutschland: Söder erklärt weitere Lockerungen bei Pressekonferenz

Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder die nächsten Corona-Lockerungen verkündet. So sollen in bayerischen Regionen mit einer stabilen Inzidenz unter 50 nach den Pfingstferien die Schüler aller Schularten wieder Präsenzunterricht haben. Auch die Regeln für Kitas und Kindergärten werden gelockert, Fitnessstudios dürfen wieder öffnen.

Unterdessen hat CDU-Politiker Thomas Bareiß besonders der Gastronomie Hoffnungen gemacht. Merkels Staatssekretär ließ im Interview mit Merkur.de aufhorchen. Wann fallen die Corona-Regeln in Deutschland?

Coronavirus in Deutschland: Nächster Impf-Gipfel am 27. Mai

Update vom 18. Mai, 11.24 Uhr: Am Donnerstag der kommenden Woche (27. Mai) kommt es in Deutschland wohl wieder zu einem Impfgipfel zwischen Bund und Ländern. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen dann über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen beraten. Laut ntv sei bereits eine offizielle Einladung durch das Bundeskanzleramt erfolgt.

Nach dpa-Informationen soll es bei dem Bund-Länder-Gipfel unter anderem um das Impfen von Schülern und Studenten, den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik im kommenden Sommer gehen. Der bislang letzte Impfgipfel von Merkel und den Regierungschefs der Länder fand am 26. April statt.

Corona in Deutschland: Zahlen sinken wieder deutlich - RKI warnt vor Fehlinterpretation

Update vom 18. Mai, 8.28 Uhr: Während die Daten des RKI-Dashboards am Dienstagmorgen weiterhin aktualisiert werden (siehe Update vom 18. Mai, 6.32 Uhr), hat das Robert-Koch-Institut die aktuellen Corona-Zahlen auf seiner Homepage veröffentlicht. Innerhalb eines Tages wurden in Deutschland demnach insgesamt 4209 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist laut den Daten des RKI erneut gesunken - am Dienstagmorgen lag sie bei 79,5 (Vortag: 83,1; Vorwoche: 115,4).

Bei der Interpretation der Fallzahlen sei aufgrund des Himmelfahrt-Wochenendes allerdings zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. „Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Montag (17. Mai).

Corona in Deutschland: Spahn bittet trotz Aufhebung der Impfpriorisierung um Geduld

Update vom 18. Mai, 7.15 Uhr: Am Montagabend verkündete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass die Impfpriorisierung in Deutschland bereits Anfang Juni bundesweit aufgehoben werden soll (siehe Update vom 17. Mai, 17.44 Uhr). In den ARD-„Tagesthemen“ bat er allerdings erneut um Geduld. „Dass am 7. Juni oder auch in der Woche des 7. Juni alle, die wollen, geimpft werden können, das kann ich ausdrücklich nicht sagen“, erklärte Spahn. Um alle Impfwilligen auch impfen zu können, werde man bis in den Sommer hinein brauchen.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkündete am Montag die bundesweite Aufhebung der Impfpriorisierung Anfang Juni.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, erwartet nach der Ankündigung einen deutlichen Schub bei den Lieferungen der Corona-Impfstoffe. „Wir gehen davon aus, dass Minister Spahn deshalb das Datum ab 7. Juni genannt hat, da dann wohl mit deutlich steigenden Liefermengen zu rechnen sein dürfte“, so Gassen gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er begrüßte die Entscheidung zur Aufhebung der Impfpriorisierung. „Es macht die Arbeit der niedergelassenen Kolleginnen und Kolleginnen leichter“, erklärte Gassen weiter. Grundvoraussetzung sei allerdings, dass ausreichend Corona-Impfstoff verfügbar ist.

Dazu könnte auch die erste Lieferung des Impfstoffs von Johnson & Johnson* an die Hausärzte in Deutschland beitragen. „Der Bund wird für die Woche vom 25. bis 30. Mai rund 1,6 Millionen Dosen von Biontech, etwas mehr als 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und voraussichtlich 600.000 von Astrazeneca bereitstellen“, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) den Praxen in einer Mitteilung mit. Das berichtet die Rheinische Post. Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat den Vorteil, dass nur eine Dosis verabreicht werden muss.

Corona in Deutschland: Neue RKI-Zahlen verspäten sich

Update vom 18. Mai, 6.32 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) liegen am frühen Dienstagmorgen noch nicht vor. Beim Aufruf des RKI-Dashboard erscheint folgende Nachricht: „Die Daten werden derzeit aktualisiert. Bitte schauen Sie später wieder vorbei.“ Sobald die aktuellen Daten vorliegen, informieren wir Sie in unserem Ticker.

Corona in Deutschland: Intensivmediziner weisen Zweifel an Überlastung zurück

Update vom 17. Mai, 21.57 Uhr: Verbände um die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) haben Zweifel an einer drohenden Überlastung der Intensivstationen in der Corona-Krise zurückgewiesen. Für Aufsehen hatte zuvor das Thesenpapier eines Forscherteams um den Arzt und Ökonomen Matthias Schrappe gesorgt, das nach Ansicht der Verbände „auf Fehleinschätzungen und mangelnder Kenntnis der tatsächlichen Lage in Kliniken“ basiert.

So behaupten die Verfasser etwa, offizielle Statistiken seien falsch oder im Nachhinein korrigiert worden. Die Autoren machen das unter anderem an der Gesamtzahl an Intensivbetten für den Stichtag 30. Juli 2020 fest. An dem Tag seien zunächst 33.367 gemeldet worden, heute findet man für das Datum in den Zeitreihen der Divi dagegen 30.340 Betten. Dem entgegnen die Verbände, im Verlauf der Pandemie seien die Betten der Kinderintensivstationen aus der Gesamtzahl herausgerechnet worden. „Diese spielen für die Versorgung von Covid-19-Patienten keine Rolle“, heißt es in einer Mitteilung. Auf die Veränderung sei „in sämtlichen Statistiken aber auch explizit hingewiesen“ worden.

Im Thesenpapier ist zudem von einer Sonderstellung Deutschlands die Rede: „In keinem Land werden im Vergleich zur Melderate so viel Infizierte intensivmedizinisch behandelt.“ Damit wird nach Aussage der Verbände unterstellt, Patienten seien ohne Not und aus rein finanziellem Interesse auf Intensivstationen verlegt worden. Das sei ein „Schlag ins Gesicht“ der Belegschaft in den Krankenhäusern.

Dem Bundesgesundheitsministerium liegen nach eigener Aussage hinsichtlich der Intensivbetten-Zahlen keine Anhaltspunkte für eine nachträgliche Manipulation vor. „Es ist auch nicht erkennbar, welche Anreize für derartige Manipulationen bestanden haben sollten“, teilte ein Sprecher der Welt am Montag mit. Die Thesen Schrappes seien „zum großen Teil nicht durch Fakten unterlegt, sondern basieren auf Annahmen und Unterstellungen“, hieß es vom Ministerium.

In der Corona-Pandemie wird viel über die Belegung der Betten auf Intensivstationen gesprochen. Über die immer lauter werdende Kritik* berichtet auch die Fuldaer Zeitung*.

Corona in Deutschland: Reproduktionszahl bleibt unter 1

Update vom 17. Mai, 19.10 Uhr: Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut aktuellem RKI-Lagebericht bei 0,77 (Vortag: 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 77 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona in Deutschland: schon Anfang Juni - Impfpriorisierung wird bundesweit aufgehoben

Update vom 17. Mai, 17.44 Uhr: Nun ist es offiziell: Bei den Corona-Impfungen in Deutschland soll ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten. Die Priorisierung soll dann entfallen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag mitteilte.

Spahn begründete die Aufhebung der Priorisierung mit der Notwendigkeit, die Impfkampagne weiter zu beschleunigen. Die Priorisierung sei „epidemiologisch und moralisch“ geboten gewesen, sagte er. „Das war keine Bürokratie, das hat Menschenleben gerettet.“ Nun sei es aber an der Zeit, „den nächsten Schritt der Impfkampagne zu planen“.

Dennoch müsse man realistisch bleiben: „Wir werden weiterhin Geduld miteinander brauchen“, sagte Spahn. „Auch wenn wir die Priorisierung aufheben, wird es nicht möglich sein, alle innerhalb des Junis zu impfen.“ Allerdings werde jeder Impfwillige „bis in den Sommer“ ein Impfangebot bekommen.

Die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland überschritt derweil die 40-Millionen-Marke. Damit seien 30,7 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft, 9,3 Millionen hätten bereits die Zweitimpfung bekommen, sagte Spahn. Allein in den kommenden drei Wochen sollten 15 Millionen weitere Impfungen verabreicht werden.

Corona in Deutschland: Impfpriorisierung vor Aufhebung

Update vom 17. Mai, 16.40 Uhr: Immer mehr Bundesländer heben die Impfpriorisierung auf*. Nach den Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll bei den Corona-Impfungen in Deutschland ab dem 7. Juni keine Priorisierung mit einer festgelegten Reihenfolge mehr gelten. „Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren“, heißt es in einem Beschlussentwurf des Bundes für Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder am Montag. Dieser liegt der dpa vor.

Ab dem 7. Juni soll demnach die Priorisierung bundesweit in Arztpraxen und den regionalen Impfzentren entfallen. Zugleich wird in dem Vorschlag betont, dass aufgrund der aktuell erwarteten Liefermengen nicht alle Impfwilligen bereits im Laufe des Juni geimpft werden könnten. „Die Impfkampagne wird wie angekündigt bis zum Ende des Sommers fortgesetzt werden müssen“, heißt es darin.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei seiner Corona-Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca.

In den drei Wochen bis zum 7. Juni sollen noch mindestens 15 Millionen Erst- und Zweitimpfungen durchgeführt werden. Spahn hatte mehrfach betont, dass vor einer völligen Freigabe zunächst noch die dritte und letzte Prioritätsgruppe zum Zuge kommen soll. Dazu gehören neben über 60-Jährigen etwa Supermarktverkäufer:innen, Busfahrer, Justizbeamte und Lehrkräfte in weiterführenden Schulen. Bislang wurden in Deutschland mehr als 40 Millionen Corona-Impfdosen verabreicht. Laut Impfdashboard haben 37 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Erstimpfung erhalten, 11,2 Prozent sind bereits vollständig geimpft.

Corona in Deutschland: Hausärzte für mehr Freiheiten nach Astrazeneca-Erstimpfung

Update vom 17. Mai, 15.35 Uhr: Der Deutsche Hausärzteverband hat sich beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca* für mehr Freiheiten für Erstgeimpfte ausgesprochen. „Ansonsten gibt es das Dilemma: Entweder wird Astrazeneca erst gar nicht gewählt. Oder jemand will die zweite Impfung schon nach vier Wochen haben. Das ist aber nicht nur sinnlos, sondern kann sogar negative Effekte haben“, erklärte Verbandschef Ulrich Weigeldt der Wirtschaftswoche.

„Deshalb kann für Astrazeneca gerade ein positiver Anreiz gesetzt werden, wenn nach der ersten Spritze schon die gleichen Freiheiten gelten wie für diejenigen, die zwei Dosen Biontech oder Moderna bekommen haben“, so der Vorschlag. Schon nach der ersten Impfung mit einem Vektor-Impfstoff wie Astrazeneca sei der Impfschutz „sehr hoch“, argumentierte Weigeldt.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach sich am Wochenende ebenfalls für Erleichterungen für Astrazeneca-Erstgeimpfte aus. Am Montag teilte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums allerdings mit, dass die Bundesregierung derzeit keine Veranlassung sehe, bereits nach der Erstimpfung mehr Freiheitsrechte einzuräumen. Die vollständige Schutzwirkung bestehe erst zwei Wochen nach der zweiten Impfung, betonte der Sprecher.

Die Impfbereitschaft in Deutschland steigt weiter an.

Corona in Deutschland: Bundesregierung gibt noch keine Entwarnung für den Sommer

Update vom 17. Mai, 14.20 Uhr: Trotz der aktuellen Entspannung der Corona-Lage sieht die Bundesregierung noch keinen Anlass zur Entwarnung für den anstehenden Sommer. Die sinkenden Infektionszahlen und der Fortschritt der Impfkampagne dürften nicht zu voreiligen Schlüssen führen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen“, mahnte er.

Seibert machte darauf aufmerksam, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz vor einem Jahr um diese Zeit bei etwa 5 lag. Am Montagmorgen lag sie laut RKI bei 83,1 (siehe Erstmeldung). „Freuen wir uns, dass wir gemeinsam die dritte Welle brechen konnten. Genießen wir, was dadurch in den nächsten Tagen und Wochen wieder möglich wird“, appellierte Seibert. Masken, Abstand, Testen und die Corona-Warnapp blieben aber weiterhin unsere Verbündeten im Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Und dieser Kampf ist noch nicht ganz vorbei“, so der Regierungssprecher.

Corona in Deutschland: Thüringen hebt Impfpriorisierungen in Arztpraxen auf

Update vom 17. Mai, 12.30 Uhr: Die ersten Lockerungen in Deutschland treten in Kraft und einige Bundesländer heben in dieser Woche sogar die Impfpriorisierungen auf. Nun will auch Thüringen nachziehen, Ministerpräsident Bodo Ramelow hat die Aufhebung der Impfpriorisierung in seinem Bundesland angekündigt. „In dem Moment, wo in den Hausarztpraxen ausreichend Impfmaterial da ist, kann der Hausarzt das entscheiden“, sagte der Linken-Politiker am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. Schon jetzt gebe es Hausärzte, die in der Entscheidung freier sind. Die Impfpriorität der Ständigen Impfkommission diene aber als Orientierung.

„In Impfzentren, die wir auch dauerhaft aufrechterhalten für die nächsten Monate, wird entlang der Impfpriorisierung weitergeimpft, bis genügend Impfstoff da ist“, sagte Ramelow weiter. Außerdem würden auch die Impfungen in Betrieben vorbereitet.

Corona in Deutschland: Ärzte-Chefin zeigt fatale Folgen der neuen Impf-Politik

Während einige Bundesländer die Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen anstoßen, warnt die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, genau davor. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, „sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren“, sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte „wie die letzte Mauer“ bei der Impfstoffvergabe.

Die Impfpriorisierung habe nicht nur die Menschen vorgezogen, die ein Risiko hatten schwer zu erkranken - sondern habe auch Menschen mit einem geringeren Risiko eine Vorstellung davon gegeben, wann sie drankommen, sagte Johna. „Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration.“

Corona in Deutschland: Berlin lockert ebenfalls - Erleichterungen treten am Mittwoch in Kraft

Update vom 17. Mai, 11.40 Uhr: Viele Bundesländer lockern aktuell die Corona-Maßnahmen und auch in Berlin stehen ab Mittwoch erste Erleichterungen an. So dürfen zum Beispiel Museen und Gedenkstätten wieder öffnen. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen, nach denen es zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr in der Regel verboten ist, die eigene Wohnung zu verlassen, gelten nicht mehr. Denn die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach den Daten des RKI vom Montag in Berlin fünf Werktage in Folge unter dem wichtigen Schwellenwert von 100 geblieben. Das gilt nach der Bundes-Notbremse als Voraussetzung für Lockerungsschritte.

Der Senat beschloss am Freitag, dass es für diesen Fall erste Lockerungen ab Mittwoch (19. Mai) geben soll. Unter anderen sind touristische Angebote im Freien grundsätzlich wieder möglich. Dazu zählen unter zum Beispiel Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge. Voraussetzung sind allerdings ein negatives Testergebnis und ein vorab gebuchter Termin für einen festen Zeitraum.

Ab Mittwoch dürfen auch Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser Veranstaltungen unter freiem Himmel mit maximal 250 Personen anbieten. Der Mindestabstand von 1,50 Metern darf unterschritten werden, wenn alle Anwesenden negativ getestet sind oder Maskenpflicht auch am Sitzplatz gilt. Ab Freitag (21. Mai) gilt dann rechtzeitig zu Pfingsten, dass Gaststätten ihre Außenbereiche öffnen dürfen. Gäste müssen aber ein negatives Testergebnis oder vollständigen Impfschutz nachweisen.

Corona in Deutschland: Trend bei RKI-Zahlen kommt ins Stocken - Mehrere Bundesländer lockern ab heute massiv

Ursprungsmeldung vom 17. Mai 2021: Berlin - Es sind Zahlen, die Mut machen: seit Tagen meldet das Robert Koch-Institut* sinkende Infektionszahlen und eine stetig sinkende Inzidenz. Die Corona-Lage in Deutschland scheint sich nach einem langen harten Corona*-Winter endlich zu entspannen. Gleichzeitig starten vielerorts Lockerungen der Maßnahmen, in einigen Ländern enden Impfpriorisierungen.

Corona in Deutschland: Robert Koch-Institut meldet aktuelle Infektionszahlen

Wie das RKI am Montag berichtet, startet die neue Woche ebenfalls mit vergleichsweise niedrigen Corona-Zahlen. Mit offiziell 5412 Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden verzeichnet Deutschland auch zum Wochenbeginn eine erneute Verbesserung zur Vorwoche. Noch vor einer Woche hatte die Zahl der Neuansteckungen bei 6922 gelegen. Für gewöhnlich sind die Infektionszahlen am Montag niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Wie das RKI in seinem Lagebericht am Wochenende erklärt hatte, müssten auch der Feiertag der vergangenen Woche und der nachfolgende Brückentag berücksichtigt werden. An diesen Tagen suchen für gewöhnlich weniger Personen einen Arzt auf, auch Laboruntersuchungen werden nicht in der gleichen Anzahl wie an gewöhnlichen Wochentagen durchgeführt. Die Zahlen könnten aus diesem Grund verzerrt sein.

Die für Experten, die Politik und die Lockerungen der Corona-Maßnahmen wichtige Sieben-Tage-Inzidenz* berechnet das RKI am Montag mit 83,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Diesen Wert hatte das Institut bereits am Sonntag vermeldet, in der Woche zuvor hatten sich 119,1 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 64 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 54 Tote gewesen.

Corona in Deutschland: In mehreren Bundesländern endet die Impf-Priorisierung

Währenddessen starten vielerorts Lockerungen der Corona-Maßnahmen. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen. Baden-Württemberg und Berlin beginnen an diesem Montag. Bayern folgt voraussichtlich im Laufe der Woche, Sachsen am 24. Mai. Allerdings dürfte vielerorts noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen, sodass alle Impfwilligen auch schnell einen Impftermin erhalten. In den Impfzentren bleibt die Priorisierung weiter bestehen.

Corona in Deutschland: Einige Bundesländer lockern Regeln massiv

Zusätzlich werden in einigen Bundesländern in dieser Woche die Corona-Regeln gelockert. So öffnet Schleswig-Holstein ab diesem Montag unter strengen Auflagen für Touristen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben wieder hochgefahren. Bisher waren touristische Übernachtungen nur in einzelnen Modellregionen möglich.

In Mecklenburg-Vorpommern öffnen an diesem Montag die Schulen und Kindertagesstätten wieder. In den meisten Regionen haben die Kinder von Klasse eins bis sechs und die Schüler der Vor-Abschlussklassen täglich Präsenzunterricht. Für die anderen gibt es zunächst Wechselunterricht. Die Berliner Kitas bieten von diesem Montag an wieder für alle Familien und Kinder ein Betreuungsangebot an. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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