Mit der Faust ins Gesicht

„Sowas von krank“: Vorfall mit Maskenverweigerer im Discounter schockiert Internetnutzer

Ein Kunde mit Mundschutz bezahlt an der Kasse seinen Einkauf.
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Der Einkauf in einem Heidenheimer Discounter endete für einen Senior schmerzlich.

Ein 64-jähriger Senior wurde am vergangenen Wochenende Opfer einer üblen Attacke durch einen Maskengegner. Dabei hatte er ihn zuvor eigentlich nur auf die Maskenpflicht hingewiesen.

Heidenheim - In einem Discounter in Heidenheim kam es am vergangenen Samstag zu einem heftigen Angriff auf einen Senioren. Dabei hat alles eigentlich ganz harmlos angefangen. Weil ein 30-jähriger Kunde keinen Mund- und Nasenschutz trug, verwies ihn der 64-Jähriger auf die Maskenpflicht. Anstatt etwas auf die Anschuldigung zu erwidern, ging der Maskenverweigerer jedoch unmittelbar auf den schwerbehinderten Mann los.

Laut Angaben der Ulmer Polizei habe der Maskengegner den älteren Mann aggressiv geschubst. Das Opfer sei dadurch gestürzt. Doch damit nicht genug: Der 30-jährige Täter kniete sich auf den Oberkörper des am Boden Liegenden und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.

Maskengegner fügt Senior Prellungen und Schürfwunden zu: „Das ist sowas von krank“

Das Opfer erlitt durch den Angriff Prellungen und Schürfwunden. Kurz darauf verließ der Schläger den Markt und flüchtete mit seinem Fahrrad. Dabei entwischte er der Polizei und wurde zur Fahndung ausgeschrieben. Die Ulmer Polizei sucht nun nach dem Schläger, der circa 1,85 Meter groß gewesen sein soll, ein Weißer mit Rastalocken.

Maßnahmen zum Infektionsschutz* zu hinterfragen, ist in einer Demokratie natürlich grundsätzlich erlaubt. Dass es Menschen gibt, die wegen einer solchen Meinungsverschiedenheit andere einfach zusammenschlagen, macht jedoch fassungslos. Im Netz reagierten viele bestürzt auf die Polizei-Meldung. „Das ist sowas von krank“, schreibt ein Facebook-Nutzer. „Was sind das nur für Menschen - geht´s noch?“, meint ein anderer.

Angriffe durch Querdenker auch in Stuttgart - häuft sich die Gewaltbereitschaft?

Ihre Meinung vertreten manche Gegner der Corona-Maßnahmen offensichtlich sehr vehement - dabei machen sie auch vor Gewalt nicht Halt. Die jüngste Corona-Demo in Stuttgart geriet völlig außer Kontrolle*. Bei den Großprotesten mit 10.000 Teilnehmern wurden Journalisten bedroht und mit Steinen beworfen. Bereits wenige Tage zuvor hatten Querdenker bei einer kleineren Demo einen Angriff auf ein Fernsehteam* gestartet.

Hinweise zu dem Angriff auf den Senior in Ulm nimmt die Polizei Ulm telefonisch unter 0731/188-1111 oder per E-Mail unter ulm.pp@polizei.bwl.de entgegen. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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