Werbeagenturen Schlusslicht

Deutsche vertrauen der Polizei am meisten

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Laut Umfrage vertrauen 88 Prozent der Polizei.

Hamburg - Nach der Kritik zur Silvesternacht 2015/16 hatten viele Deutsche ihr Vertrauen in die Polizei verloren. Das hat sich geändert. Religionen hingegen stecken in einer Glaubenskrise.

Die Polizei legte im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozentpunkte zu und genießt bei 88 Prozent der Befragten Vertrauen. Das ergab eine Forsa-Untersuchung im Auftrag des Magazins "Stern" über das Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen und Berufe ergab. Neben der Polizei vertrauen die Deutschen vor allem dem eigenen Arbeitgeber (83 Prozent) und Ärzten (80 Prozent), während Wirtschaftsmanager (15 Prozent) und Werbeagenturen (9 Prozent) die Schlusslichter sind.

"Vor allem die Polizei konnte in diesem Jahr wieder an Vertrauen gewinnen", sagt Forsa-Chef Manfred Güllner. "Das war Anfang 2016 nach den Ereignissen während der Silvesternacht in Köln deutlich zurückgegangen." Das Bundesverfassungsgericht (75 Prozent), die Bundeswehr (65 Prozent) und die Bundeskanzlerin (57 Prozent) rangieren noch vor dem Bundestag (50 Prozent), den Gewerkschaften (49 Prozent) und der Bundesregierung (48 Prozent). Die politischen Parteien landen mit 21 Prozent deutlich auf den hinteren Rängen.

Auf die gedruckte Presse (40 Prozent) verlassen sich mehr Deutsche als auf das Fernsehen (32 Prozent). Das Vertrauen in den Papst (57 Prozent) ist fast doppelt so groß wie auf seine katholische Kirche (29 Prozent). Nochmals etwas zurückgegangen ist das Vertrauen in den Islam (18 Prozent), der schon im vergangenen Jahr vier Prozentpunkte verloren hatte. Vor zwei Jahren gaben noch 25 Prozent der Befragten an, dem Islam zu vertrauen.

dpa

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