Drei Häftlinge in Berlin geflohen

Berlin - Zweimal innerhalb von 24 Stunden sind Häftlinge aus einem Berliner Gefängnis ausgebrochen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers flüchteten in der Nacht zum Samstag ein 25 und ein 45 Jahre alter Insasse aus der Justizvollzugsanstalt Hakenfelde im Stadtteil Heiligensee. Sie saßen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und wegen Diebstahls im offenen Vollzug, wie ein Justizsprecher mitteilte. Einzelheiten zur Flucht wurden zunächst nicht bekannt. Erst am Freitagabend war ein 27-Jähriger aus der gleichen Haftanstalt ausgebrochen. Er wurde am Samstag bundesweit gesucht.

Am Freitag hatte es außerdem einen Fluchtversuch am Amtsgericht Tiergarten gegeben: Ein 23 Jahre alter Häftling stürzte zehn Meter aus einem Toilettenfenster in die Tiefe und verletzte sich schwer. Der junge Mann war aus der Untersuchungshaft in Berlin-Moabit zu einer Anhörung gebracht worden.

Die zuletzt aus dem Gefängnis Hakenfelde Geflohenen hatten ihre Geldstrafen nicht bezahlt und waren deshalb in Haft. Der 25-Jährige war zu 400 Euro verurteilt worden, der Ältere zu 1740 Euro. Im offenen Vollzug können sich die Insassen innerhalb des Gefängnisses frei bewegen, dürfen es aber nicht verlassen. Das Gelände ist mit einem Zaun gesichert. Der bereits am Freitag Geflohene war wegen eines Drogendelikts zu 390 Euro Strafe verurteilt worden, die er nicht bezahlt hatte, weshalb er 26 Tage einsitzen sollte.

dpa

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