Entführung: Lage für Bankiersfrau immer prekärer

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Zwei Polizisten gehen am Sonntag (16.05.2010) beii Heidenheim- Großkuchen durch eine Aufforstung. Sie suchen Spuren im Fall der am Mittwoch (12.05.2010) entführten Maria B., die mit einem Sparkassenvorstand verheiratet ist. Von

Heidenheim - Die Lage der entführten Bankiersehefau aus Heidenheim wird nach Einschätzung der Polizei immer bedrohlicher.

Seit Mittwoch gibt es kein Lebenszeichen mehr von der 54 Jahre alten Frau des Vorstandschefs der Kreissparkasse Heidenheim - im Wettlauf mit der Zeit durchkämmten Hunderte von Polizisten am Wochenende mit nochmals verstärkter Suchmannschaft ein teilweise schwer zugängliches Gebiet rund um den Wohnort der 54-jährigen. In ihrer Verzweiflung setzte die Familie eine Belohnung von 50 000 Euro aus für Hinweise, die zur Freilassung der Mutter zweier Kinder führen könnten.

“Entweder ist sie seit fünf Tagen in der Gewalt ihrer Entführer oder wurde zurückgelassen. Und da kein Kontakt zu den Entführern besteht, müssen wir davon ausgehen, dass sich die Frau in allerhöchster lebensbedrohlicher Lage befinden könnte. Wir fordern die Entführer auf, sich zu melden“, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag. Die Lage für die Frau “wird von Tag zu Tag immer prekärer“.

Die Suche nach Maria B. konzentrierte sich am Sonntag auf das bewaldete Gebiet mit vielen Hängen nördlich von Heidenheim zwischen den Ortschaften Nietheim und Schnaitheim. Dort wohnt die Vermisste mit ihrer Familie. Ein Gebiet in der Größe von 13 mal 15 Kilometern hat die Polizei bereits abgesucht. Ein genauer Plan für den Montag lag noch nicht vor.

Die 54-Jährige war am Mittwochvormittag aus dem Haus der Familie entführt worden. Wenig später rief ein Erpresser den Ehemann an und forderte Geld. Bei dieser Gelegenheit konnte Maria B. ihren Mann kurz sprechen und berichtete, sie sei in Lebensgefahr. Die geforderte Summe in Höhe von 300 000 Euro wurde wie gefordert neben der Autobahn 7 hinterlegt, aber nicht abgeholt. Nach einer gescheiterten Geldübergabe brach jeder Kontakt zu den Tätern ab.

Inzwischen wurden zwar Auto und Handy der Frau gefunden. Von ihr selbst fehlte jedoch jede Spur. Spurentechniker untersuchten das Fahrzeug der Vermissten. Zum Ergebnis äußerte sich die Polizei nicht. Auch eine Suchaktion von Tauchern der Wasserschutzpolizei in drei Regenrückhaltebecken entlang der Autobahn 7 blieb ohne Ergebnis. Mit einem Flugblatt, das unter anderem von Mitarbeitern der Kreissparkasse Heidenheim verteilt wird, erhofft sich die Polizei nun “gezielte Hinweise“ auf den Verbleib der Entführten.

dpa

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