Gerichtsverhandlung

Familie stirbt auf A7 - Lastwagenfahrer im Prozess ohne Erinnerung

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Prozess wegen fahrlässiger Tötung

Im Prozess um den Tod einer dreiköpfigen Familie auf der Autobahn 7 in Hessen wird der angeklagte Lastwagenfahrer vermutlich wenig zur Aufklärung beitragen.

Kassel - Er hat nach eigener Aussage keine Erinnerungen mehr an das Geschehen. Das sagte er am Donnerstag am Landgericht Kassel. Ihm wird fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der 51-jährige Tscheche soll am 12. Juli vergangenen Jahres das Ende eines Staus auf der Autobahn 7 zwischen Guxhagen und Kassel-Süd übersehen haben und mit seinem Lastwagen in ein Wohnmobil gefahren sein. In diesem befand sich eine dreiköpfige Familie aus dem niedersächsischen Kreis Ammerland, die bei dem Unfall starb. Die Staatsanwaltschaft geht von Unachtsamkeit als Ursache aus.

Der Angeklagte sagte vor Gericht, dass es ihm unglaublich leid tue und er bis heute stark unter dem Geschehenen leide. Es sei eine „sehr belastende Sache“ für ihn.

Auf der längsten deutschen Bundesautobahn A7 passieren häufig Unfälle, besonders Lastkraftwagen sind beteiligt. Ein LKW kippte um und veranlasste eine Vollsperrung der Autobahn. Ein anderer Fahrer verlor die Kontrolle und überschlug sich - glücklicherweise wurde er nicht verletzt. Ein weiterer Laster kippte um und verlor dabei 600 Liter Kraftstoff.

dpa

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