1. Startseite
  2. Deutschland

Baden-Württemberg: Vater (35) ersticht Ehefrau, Tochter und sich selbst

Erstellt:

Von: Peter Kiefer

Kommentare

Baden-Württemberg: Ein 35-jähriger Mann hat im Landkreis Ludwigsburg seine Frau, seine Tochter und sich selbst getötet. Die Obduktionen haben jetzt neue Details geliefert:

Update vom 16. Mai: Nach dem schrecklichen Fund von drei toten Familienmitgliedern sowie einem schwerverletzten Jungen (4) im beschaulichen Eberdingen-Nußdorf haben Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizei nach der Obduktion der Leichen am Wochenende wichtige neue Erkenntnisse erlangt. Inzwischen sind Tathergang, Tatwaffe und Todesursachen der Bluttat im Landkreis Ludwigsburg weitestgehend klar.

GemeindeEberdingen-Nußdorf (Baden-Württemberg)
LandkreisLudwigsburg
Einwohnerzahl6.906 (31. Dez. 2020)
BürgermeisterPeter Schäfer

Baden-Württemberg: Vater (35) tötet Ehefrau, Tochter und sich selbst – Obduktion angekündigt

Update vom 14. Mai, 11:55 Uhr: Nach dem Fund von drei Toten in einem Reihenhaus in Eberdingen-Nußdorf sollen die Leichen der drei Familienmitglieder am heutigen Samstag (14. Mai) obduziert werden. „Da die Obduktionen wahrscheinlich nur vorläufige Ergebnissen bringen werden, können wir vermutlich erst Anfang der Woche mehr dazu sagen“, so Staatsanwältin Mareike Hafendörfer am Mittag auf HEIDELBERG24-Anfrage.

Über die Tatwaffen schweigen Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizei Heilbronn bislang – auch, weil es kein eindeutiges Verletzungsbild bei den Opfern zu erkennen gäbe. Lediglich den Einsatz einer Schusswaffe hat Staatsanwältin Hafendörfer verneint.

Baden-Württemberg: Vater (35) tötet Frau, Tochter und sich selbst – Tatmotiv drohende Trennung?

Update vom 13. Mai, 14:55 Uhr: Das schreckliche Verbrechen mit drei Toten in der baden-württembergischen Provinz. Jetzt wird ein mögliches Motiv für die Tragödie genannt, bei der drei Familienmitglieder ums Leben gekommen sind. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Heilbronn sagte demnach, eine geplante Trennung könnte im Raum stehen. Das Thema müsse aber noch durch weitere Ermittlungen abgeklärt werden.

Die Ermittler waren den gesamten Freitagvormittag unter anderem damit beschäftigt, Spuren zu sichern und den Tatort zu fotografieren. Erst danach wurden die Toten von zwei Leichenwagen abgeholt. Der Bereich war gegen mögliche Gaffer weiträumig abgesperrt.

Baden-Württemberg: Vater (35) tötet Frau, Tochter und sich selbst – Not-OP rettet Sohn (4)

Erstmeldung vom 13. Mai, 9:35 Uhr: Nach der Familientragödie in Eberdingen-Nußdorf (Baden-Württemberg) mit drei Toten am Donnerstag (12. Mai) sind viele Fragen offen. In einem schicken Reihenhaus im Nußbaumweg hatte die Polizei gegen 23:45 Uhr die drei Leichen einer 33-jährigen Frau, ihrer sechsjährigen Tochter und eines 35-jährigen Mannes gefunden. Ein zweites Kind wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Das Motiv ist bislang völlig unklar.

Drei Tote in Baden-Württemberg: Not-OP rettet schwerverletzten Jungen (4)

Die gute Nachricht: Der schwerverletzte Junge schwebt nicht mehr in Lebensgefahr, wie Sprecherin des zuständigen Polizeipräsidiums Ludwigsburg gegenüber HEIDELBERG24 bestätigt hat. Der Vierjährige scheint auf dem Weg der Besserung: „Es hat aufgrund der Schwere der Verletzungen zunächst Lebensgefahr bestanden, eine Not-OP hat ihn gerettet.“

Rückblick: Eine Freundin der getöteten 33-Jährigen war in Sorge um die Frau und hat deshalb sicherheitshalber die Polizei verständigt. Ihre schlimmsten Befürchtungen haben sich dann durch den Horror-Fund von Beamten der Polizei Vaihingen an der Enz bewahrheitet. Gemäß den ersten Ermittlungen soll der 35-jährige Familienvater die unfassbare Tat verübt und sich letztlich selbst das Leben genommen haben. Der genaue Tatzeitpunkt ist jedoch nicht ermittelt.

Polizei und Rettungswagen am Tatort der Familien-Tragödie mit drei Toten in Eberdingen-Nussdorf (Baden-Württemberg).
Polizei und Rettungswagen am Tatort der Familien-Tragödie mit drei Toten in Eberdingen-Nussdorf (Baden-Württemberg). © Simon Adomat/picture alliance/dpa/vmd-images

Familientragödie in Baden-Württemberg: Freundin der toten Mutter brachte Polizei auf die Spur

Doch warum hat die Bekannte überhaupt Alarm geschlagen? Hat sie etwas Schlimmes geahnt? Gab es womöglich schon öfter Streit in der Familie, der Grund zur Beunruhigung gegeben hat?

„Die besorgte Freundin der Mutter hat die Polizei alarmiert, weil es völlig untypisch ist, dass sie den ganzen Tag nicht erreichbar war und sie nichts von ihr gehört hat. Auch bei Social Media war sie nicht aktiv“, erklärt Staatsanwältin Mareike Hafendörfer auf Nachfrage von HEIDELBERG24.

3 Tote nach Horror-Tat in Baden-Württemberg – Obduktion soll neue Erkenntnisse bringen

Angedeutet hat sich die Schreckenstat im ländlichen Baden-Württemberg wohl auch nicht. So sei kein Abschiedsbrief gefunden worden. Laut der Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Heilbronn sei die Familie polizeilich auch nicht bekannt und somit unauffällig gewesen. Auch von eventuellen Streitigkeiten im Unglückshaus am Tattag ist nichts bekannt.

Polizei und Rettungswagen am Tatort der Familien-Tragödie mit drei Toten in Eberdingen-Nussdorf (Baden-Württemberg).
Polizei und Rettungswagen am Tatort der Familien-Tragödie mit drei Toten in Eberdingen-Nussdorf (Baden-Württemberg). © Simon Adomat/picture alliance/dpa/vmd-images

Über die Art der Verletzungen bzw. die Todesursachen schweigen die Ermittler. Zudem soll eine Obduktion, die womöglich noch am Freitag (13. Mai) durchgeführt werden soll, Klarheit bringen. Gegenüber HEIDELBERG24 wurde jedoch bestätigt, dass keines der Opfer Schussverletzungen aufweist. Die Ermittlungen dauern an. Die Kripo des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat bislang keine Hinweise auf eine mögliche Einwirkung Dritter. (pek)

Hinweis der Redaktion:
Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000.Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

Auch interessant

Kommentare